Gerlinde Semrau-Lensing erhält Rheinlandtaler

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Gratulation von Bürgermeister Theo Brauer

Ehrung für ihre Verdienste um die Klevischen Gartenanlagen


Die Ehrenmedaille des Landschaftsverbandes Rheinland, den sog. Rheinlandtaler, erhält im Jahre 2015 Gerlinde Semrau-Lensing. Nachdem ihr vor vier Jahren bereits der „Wegweiser“ von der Stiftung NRW für vorbildliche ehrenamtliche kulturelle Arbeit verliehen wurde, ist das die zweite landesbedeutsame Ehrung für die Kleverin.

Gerlinde Semrau-Lensing hatte es sich ab 2003 vorgenommen, die Bedeutung der historischen Klever Gartenanlagen stärker als bisher im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und diese zusammen mit vielen Bündnispartnern Stück für Stück zu verschönern. Mit dem Gartenhistoriker Wilhelm Diedenhofen, den Klever Ehrenbürgern Fritz Leinung und Karl und Maria Kisters, Werner van Ackeren, Ludger Baumann, Thomas Velten, Horst Terfehr, Alfred Nabers, Willibrord Janssen, Hermann von Ameln und anderen bekannten Klevern gründete sie den Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering, der bald darauf in den Klevischen Verein für Kultur und Geschichte eintrat.

Die Landschaft um Kleve verschönert

Mit „freundlicher Hartnäckigkeit“, wie es der Laudatio von Karin Schmitt-Promny vom LVR hieß, gelangen Gerlinde Semrau-Lensing und ihren Mitstreitern mit der Zeit eine nicht abreißende Folge von Verbesserungen: die Eröffnung des Prinz-Moritz- und des Voltaire-Wanderweges, die Errichtung eines Leitsystems mit erläuternden Infotafeln und Wegweisern, die Rekonstruktion der sternenförmigen Birnenalleen in den Galleien, die Entschlammung des Kermisdahls. Und die Wiederherstellung wesentlicher historischen Parkelemente wie der Papenberg, Kiek in de Pot, Sternberg, Butterberg und Mühlenberg. Eine Internetseite, Karten, Pläne, Flyer, Präsentationen und Ausstellungen wurden unter ihrer Ägide erstellt. Für Parkbänke und zwei stattliche Holzbrücken über den alten Rheinlauf Kermisdahl hat sie Sponsoren gefunden.

Tatkräftig

Oft scheute sich Gerlinde Lensing nicht, selber auf den Knien zu rutschen und für Pflege oder Anpflanzungen an den neu aufgeschütteten Sichthügeln zu sorgen. Gar nicht so selten sieht man sie mit Putzeimer und Lappen unterwegs, um Infoschilder oder Parkbänke von Schmutz und Unrat zu entfernen. Eine emsige Powerfrau, die mit Leib und Seele für ihre Ideen einsteht. Und dabei Heimatvereine und Freunde, Bundeswehr und Forst, Stadt und Kreis, Landschaftsverband und Euregio fürs Gemeinwohl ins Boot holt. Und dabei nicht vergisst, für ihre HelferInnen Kaffee und Saft mitzubringen und selbstgemachten Kuchen zu reichen.

Neue Projekte

„Gerlinde Semrau-Lensing lebt Johann Moritz“ formulierte Bürgermeister Theo Brauer in seinem Grußwort an die Preisträgerin. Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen, außer natürlich den nächsten Wunsch des Jubilars: den Spiegelweiher in den Galleien am Fuße des Papenberges zu rekonstruieren.

Ich wünsche Gerlinde Semrau-Lensing weiterhin viel Kraft und Ausdauer für ihre Projekte.
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