Kalender für das Klever Land 2018 vorgestellt

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Sie stellten den Kalender Heimatkalender 2018 vor (v.l.): Julia Nagels (Verlegerin des Mercator-Verlags), Wilhelm Diedenhofen (Redaktion), Trudi Schnütgen (Redaktion), Wolfgang Spreen (Landrat des Kreises Kleve)
 
Präsentation des Klever Heimatkalender 2018 (v.l.): Wolfgang Spreen (Landrat des Kreises Kleve), Julia Nagels (Verlegerin des Mercator-Verlags), Trudi Schnütgen (Redaktion), Wilhelm Diedenhofen (Redaktion)
„Es gibt wieder eine spannende und abwechslungsreiche Ausgabe unseres Heimatkalenders für das Jahr 2018!“ freuten sich Wiltrud Schnütgen und Wilhelm Diedenhofen bei der gestrigen Präsentation des Bandes im Kreishaus. In diesem Jahr erscheint der Kalender bereits zum 68. Mal in Folge. Auf 224 Seiten gibt es wieder eine bunten Strauß an Themen aus Kunst, Kultur, Geschichte, Natur und Mundart. Von den Essgewohnheiten der Mönche im ehemaligen Minoritenkloster in Kleve bis zur „Sperlingskrieg“, vom Chorgestühl von St. Martini in Emmerich am Rhein bis zur Rückkehr der Störche an den Niederrhein reicht die Palette.

Der Kalender auf das Jahr 2018 wird herausgegeben vom Mercator-Verlag in Duisburg, deren Chefs Julia Nagels und Frank Wohlfarth es sich nicht nehmen ließen, persönlich zur Präsentation des neuen Kalenders nach Kleve zu reisen. Anwesend war auch Landrat Wolfgang Spreen als Vertreter des Kreises Kleve. Seit geraumer Zeit unterstützt der Kreis Kleve die Herausgabe der beiden Heimatkalender im Kreisgebiet - den „Kalender für das Klever Land“ und den „Geldrischen Heimatkalender“. Zum Redaktionsteam des Kalenders gehören Wilhelm Diedenhofen, Ursula Geisselbrecht-Capecki, Hans-Joachim Koepp, Wiltrud Schnütgen und Bert Thissen. Das Titelbild des 2018er Kalenders stammt von Fritz Poorten und zeigt die alte St. Antonius-Kirche in Hau mit der jahrhundertealten Gerichtslinde.

Historische Beiträge sind ein Schwerpunkt
Ein Schwerpunkt des „Kalenders für das Klever Land“ liegt auf den historischen Beiträgen. Der Archäologe Jens Wroblewski informiert über die Funde am Klever Rathaus und ehemaligen Minoritenkloster, die interessante Erkenntnisse liefern, nicht zuletzt über die Essgewohnheiten der Mönche. In einem weiteren Beitrag beschäftigt er sich mit der Armenfürsorge im spätmittelalterlichen Kleve. Georg Hüttner und Christian Röser haben Funde an der Schwanenburg ebenfalls zu neuen Erkenntnissen gebracht. Dass Sperlinge nicht immer gern gesehene Vögel waren, erklärt Hans-Joachim Koepp in seinem Beitrag „Sperlingskrieg“, in dem von einer Spatzensteuer zur Bekämpfung der Sperlingsplage die Rede ist. Auch die Königsmühle in Goch, die vor fast 750 Jahren als Wasser-Kornmühle und Lohmühle fungierte, ist Thema eines Beitrages von Hans-Joachim Koepp. Über die Wassermühle an der Kreuzfurth bei Kranenburg und ihre heute noch vorhandenen Spuren berichten Paul und Johan Thissen. Willy Piron beschreibt das Chorgestühl von St. Martini in Emmerich am Rhein und Karl Helmer befasst sich mit Konrad Heresbach, Erasmus von Rotterdam und dem Kalkarer Religionsfrieden von 1533. Dirk Luebs Beitrag setzt sich mit der mühsamen Integration der ehemaligen klevischen Enklaven in die Niederlande in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auseinander. Die Kreisarchivarin Beate Sturm schrieb über die Eingliederung der staatlichen Sonderbehörden in die Kreisverwaltung Kleve.

Die rebellierende 68-er Generation am Stein-Gymnasium
Das zweihundertjährige Bestehen des Klever Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wird auch im diesjährigen Kalender in zwei Beiträgen aufgegriffen: Norbert Mappes-Niediek beschreibt die rebellierende Schülergeneration 1968, Bernhard Siebers verließ das Gymnasium bereits einige Jahre früher und schildert seine Erinnerungen unter dem Titel: „Als Bulle, Fiffi und Coco noch Autoritäten waren“.

Ab heute im Buchhandel

Den „Kalender für das Klever Land auf das Jahr 2018“, herausgegeben vom Mercator-Verlag, gibt es ab sofort im Buchhandel zum Preis von 12,90 Euro. Der 68. Heimatkalender ist in einer Auflage von 4.000 Stück erschienen.
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