"Und pötzlich wurd es ganz still im Raum"

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Besondere Gäste beim Unternehmerfrühstück mit der Kreis-WfG im Technologie-Zentrum: Maraike (vorne rechts) und Wilhelm Illing (vorne links), Tochter und Vater, lieferten als kleine Abordnung der I.S.A.R. Germany den gut 100 Gästen des Morgens Einblick in ihre Hilfsorganisation. Landrat Wolfgang Spreen (2.v.r.), Bürgermeister Theodor Brauer (r.) und die Wirtschaftsförderer Dr. Joachim Rasch (2.v.l.) und Hans-Josef Kuypers (l.) erfuhren auf diesem Weg Näheres von den jüngsten Einsätzen auch in Nepal

Weite Bereiche der Daseinsvorsorge wie die ärztliche Versorgung im Kreisgebiet, die hohe Bedeutung der Berufskollegs mit ihren 7.800 Schülerinnen und Schülern, wichtige infrastrukturelle Themen wie die in der Diskussion befindliche Schienenverbindung durch den Regionalexpress oder die landesweit bedeutsamen Leuchttürme „Hafen Emmerich“ oder „Airport Weeze“: All´ diese Themen sprach Landrat Wolfgang Spreen im Rahmen des aktuellen Unternehmerfrühstücks mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve im Technologie-Zentrum Kleve an der Boschstraße an.

„Und plötzlich wurde es ganz still im Raum“, schilderte Kleves Wirtschaftsförderer Dr. Joachim Rasch in seinem abschließenden Grußwort die Situation im Saal. Der Landrat blickte zusammen mit etwa 100 Gästen des Morgens zurück auf die Tage und Stunden, in der die Region und die Kreisstadt erlebte, was im November 2008 als „Jahrhundert-Ereignis“ in den Medien gefeiert wurde. Der Zuschlag für die Hochschule Rhein-Waal war da. Schon das Weiterkommen in die zweite Runde habe alle Akteure „stolz wie Oskar“ gemacht. Wenige Jahre später gibt es in der Region 5.300 eingeschriebene Studierende aus 107 Nationen. Auf einem herrlichen Campus, der vormals unschöne Brache in Wartestellung auf förderliche Ideen und Finanzmittel war.
Gut 45 Minuten klebten die Gäste dieses Unternehmertreffens an den Lippen des Referenten, dessen Vortrag nach den Worten von Wirtschaftsförderer Dr. Rasch einem „Parforceritt durch das Kreisgebiet“ gleichkam.
So müsse alles getan werden, dass die denkmalgeschützte Schleuse nach wie vor erhalten und vom Bund gepflegt werde. Nicht zuletzt die Erfahrungen mit den Brücken an der A1 und A40 seien Ansporn gewesen, seitens des Kreises investive Maßnahmen für die beiden Kreis Klever Brücken in Düsseldorf anzuregen und anzuschieben, und zwar zunächst die zwischen Kleve und Emmerich am Rhein, im zweiten Schritt die zwischen Kalkar und Rees. Gerade auch der Hafen Emmerich mit seiner landesweiten Bedeutung für die Logistik-Branche und Hoffnung für weitere Neu-Ansiedlungen im Logistik-Segment brauche diese Aufmerksamkeit. Der Hafen sei einer der „Hidden Champions“, der versteckten Sieger unserer Region. Nicht allein die Tatsache, dass ein Drittel des Umschlags durch niederländische Unternehmen hervorgerufen sei und damit der internationale Anspruch trage, solle das Land zur angemessenen Berücksichtigung des Hafens im Regionalplan führen. Genauso übrigens wie beim Airport Weeze, für den Spreen eine Aussage mitgebracht hatte, die ebenfalls sprachlos machte: Der Airport Weeze hat seit Einführung der Luftverkehrsabgabe bereits 33 Millionen Euro an den Bund geleistet. „Damit“, so der Landrat, „wäre unser gewährtes Darlehen längst zu mehr als 100 Prozent getilgt.“

Einen besonderen „Steilpass“ hatte zuvor Kleves Bürgermeister Theodor Brauer für den Kreis geliefert, in dem er den zurückhaltenden Umgang mit der Kreisumlage positiv erwähnte. „Agiere der Kreis Kleve wie andere, dann bliebe uns die Luft weg“, so Brauer. Er war wohl zum letzten Mal als Bürgermeister bei einem Unternehmerfrühstück mit der Kreis-WfG, dankte für engagiertes Miteinander, für Akribie und vernünftigen Umgang mit bescheidenen Mitteln. Für den ersten Bürger der Kreisstadt ist Kleve eine Stadt im positiven Umbruch, in der sehr viel gebaut wird. Private Investitionen, so auch an der Tiergartenstraße, vollendeten den Standort Tag für Tag mehr. „Wir müssen unsere Stadt und ihren Einzelhandel noch weiter mit Blick auf ihre Gäste und Kunden professionell stärken, als eine Antwort auf die wachsenden Internet-Umsätze“, so Brauer. Das Netz sei nun einmal da, und man müsse das beste daraus machen.
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