Zensusergebnis: Bedburg-Hau hat die höchste Abiquote

Anzeige
Walter Seefluth, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) (Foto: GEW)
Im Zensus 2011 wurden auch die BürgerInnen des Kreises Kleve über 14 Jahre nach ihrem Schulabschluss befragt. Im Vergleich zum Gesamtergebnis von NRW mit 30,4 Prozent Hochschul- oder Fachhochschulreife haben hier 26,4 Prozent dieses Ziel erreicht. Ohne Abschluss blieben im Kreis mit 6,9 Prozent weniger Menschen als mit 9,2 Prozent im Landesdurchschnitt.

Besonders positive Werte erzielte die GemeindeBedburg-Hau. Mit einer Hochschul-/Fachhochschulquote von 29,1 Prozent punktet die Gemeinde. 4,2 Prozent haben keinen Schulabschluss.

„Die Gemeinde galt in der Vergangenheit wie auch andere im Kreis als herausragende Hauptschulstandort, hier wurde sich um die Kinder gekümmert. Mit Praktika und 'Klinkenputzen' konnten die Schülerinnen bewegt werden, ihre Abschlüsse zu machen. Denn eine Lehrstelle war ihnen dadurch meistens sicher und so wussten sie, wofür sie lernten“, erklärt Walter Seefluth von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Sachverhalt. Die Kommune habe auf das Hauptschulsterben reagiert und versuche als Teilstandort einer Sekundarschule diese erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

Der Anteil der Einwohner ohne Abschluss liegt mit 11 Prozent in Kalkar besonders hoch. Mit der Fachhochschule in Kleve und der Neugründung von Gesamt- und Sekundarschulen haben sich viele Gemeinden neu aufgestellt. Damit ist der Kreis Kleve auch für die Wirtschaft interessanter geworden, die Betriebe finden entsprechend gut ausgebildete Fachkräfte vor Ort. Daher ist die GEW optimistisch, dass sich die Zahlen bei der nächsten Volkszählung verbessern werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.