Kreativ und lecker: „Löffelei & Gabelgunst“ aus Lünen erfindet das Kochbuch neu

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Made in Lünen: Die Kochbücher von „Löffelei & Gabelgunst“ sind kreativ, optisch im 50er und 60er Jahre-Flair und bieten leckere Rezepte. Dafür gab‘s sogar Gold auf der Leipziger Buchmesse. (Foto: Löffelei & Gabelgunst)
 
(Foto: Löffelei & Gabelgunst)
Ganz schön frech, wie zwei Kochbücher aus Lünen der Branche einheizen und längst etablierten Verlagen mal vorkochen, wie man ganz ohne Einheitsbrei abseits der abgegrasten Wege lecker satt wird. Unabgehoben, mit viel Spaß und ohne finanziellen Nutzen zu ziehen zu wollen. Eigentlich kaum zu glauben.

Doch die Geschichte ist wirklich so abgelaufen. Zunächst mal zum Startpunkt: Antje Mönch wollte ein persönliches, kreatives Weihnachtsgeschenk für Freunde erstellen. „Die meisten haben ja schon irgendwie alles“, so die Lünerin. Witzigerweise feiert sie Weihnachten mit ihrem Mann Ralf Brauckhoff nur alle zwei Jahre. „Ein Kompromiss. Denn Ralf hasst Weihnachten“, erläutert Antje.
Ostern 2013 ging es mit etwas Vorlauf los: Die Geschenkidee war es, ein persönliches Kochheft zu erstellen. „Alles wurde aber opulenter und opulenter“, berichtet Antje lachend.

Am Ende waren es dann zwei komplette Kochbücher, die im eigenen Verlag „artdeSign“ vertrieben wurden und wirklich sensationell Gold auf der Leipziger Buchmesse gewannen beim 16. Marketing-Award „BuchMarkt-Award 2015“. Und das bei prominenter Konkurrenz: Kochbücher von großen Verlagen und renommierten TV-Köchen hatten das Nachsehen. So landete Tim Mälzer mit seinem Kochbuch „Heimat“ nur auf Platz drei.
Was ist das Besondere an den Lüner Büchern? Zunächst einmal fehlt etwas ganz Bestimmtes: Fotos von den gekochten Gerichten. „Ich wollte auf keinen Fall Food-Fotografie. Die kann ich selbst nicht mehr ertragen, so künstlich. Ich wollte es eher bodenständig, die Leute sollen sich zudem selbst überlegen, wie sie es anrichten“, sagt Antje, die Grafikdesignerin ist.
Anstelle der Food-Fotografie glänzt das Buch also mit buntem Retro-Look der 50er und 60er, vielen Details und tollen Fotografien von echten „Hingucker-Menschen“ im passenden Look.
Alles andere als gewöhnlich, höchst stilvoll und voller Kreativität, dazu auch noch absolut authentisch. Das sind die Zutaten für die Kochbücher der Lüner Antje Mönch und Ralf Brauckhoff.

Im Hinblick auf den Erfolg auf der Leipziger Buchmesse, erscheint die Geschichte der Kochbücher noch verrückter. Alle Beteiligten haben ehrenamtlich und aus Spaß an der Sache am Buch mitgewirkt.
Die Fotos stammen von der Dortmunder Foto-Designerin Karin Hessmann. Die frech, witzig, verspielten Texte stammen vom WDR-Autor Matthias Wurms. Stylisten waren Sabrina Holtmann und Kerstin Zülke. Antje Mönch selbst ist Grafikdesignerin, Ralf Brauckhoff Webdesigner und auch noch Profischlagzeuger.
Man mag es dazu kaum glauben: So sind die Fotomodells im Alter von 22 bis 89 alles Laien. „Sie haben die perfekte Ausstrahlung für unsere Bücher, die haben ihre Sache wirklich mit Hingabe und Spaß gemacht“, bringt es Antje auf den Punkt. Alle Modelle sind Bekannte, bzw. Verwandte von Freunden.
Und Geld verdienen wollen Antje und Ralf an ihren Büchern auch nicht. „Sind die Produktionskosten raus, gehen die Gewinne an einen guten Zweck“, betont Antje. Dafür können sich wohltätige Organistionen auf der Webseite von Gabelgunst bewerben.

Neben grandioser Optik müssen sich die Bücher von Löffelei & Gabelgunst natürlich auch am kochbaren Inhalt messen lassen. Diese Hürde wird auch gemeistert: Die Rezepte sind selten kompliziert, trotzdem haben sie stets einen besonderen Kick. Und das die Rezepte bereits bewährt sind und eine große Bandbreite widerspiegeln, haben Antje und Ralf mit einer pfiffigen Idee sichergestellt: „Wir haben alle möglichen Leute nach Lieblingsrezepten gefragt. Freunde, Geschäftspartner, in der Heissmangel oder den Schuster. Einfach jeden“, so Antje. Und die Rezeptegeber werden auch namentlich erwähnt.
Zu den beiden Büchern: Das erste heißt: „Hurry up, darling, dinner is served“, dort gibt‘s 114 Lieblingsrezepte wie u.a. Salate, Suppen, Fleischgerichte oder Kuchen. Im zweiten Buch „Homemade wishes and dishes“ (Foto) findet man Ideen für Kleines zum Einmachen wie Saucen, Marinaden und Dips. Eine tolle Idee: Im Buch oder online gibt‘s stylische Etiketten zum Ausschneiden, die man selbst aufkleben kann. Die Bücher haben zwar englische Titel und ein paar Wortspiele im Innenteil. Ansonsten ist aber alles auf deutsch.

Wer sich für die Bücher - Kalender, Postkarten und Poster gibt‘s auch - interessiert: im Buchhandel oder auf www.gabelgunst.de
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