CDU-Fraktion: Stadt soll Realschul-Neubau in Altlünen prüfen

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Lünen: Lünen | Für die Realschule Altlünen sind Brandschutz- und energetische Maßnahmen geplant. Die CDU-Fraktion fordert die Stadt deshalb nun auf zu prüfen, ob ein Neubau eine geeignete und günstige Alternative zur Renovierung des Schulgebäudes ist. Das erklärte der stellvertretende Bürgermeister Arno Feller nach einem Ortstermin von Fraktion und Ortsunion Altlünen in der Realschule am Montag. Außerdem solle ein externer Projektmanager hinzugezogen werden, „um angesichts eines solchen Investitionsvolumens bei der Kosten-Nutzen-Aufstellung auch die qualitative Entwicklung im Auge zu behalten. Dazu gehört auch die Gesamtentwicklung des Altlüner Schulzentrums.“ Dies müsse erst recht vor dem Hintergrund der angestrebten Inklusion geschehen, die die Schule schon jetzt vor erhebliche Probleme stellt. So erschwerten die zahlreichen Treppen in dem 50 Jahre alten Schulgebäude gerade körperbehinderten Kindern die Teilnahme am schulischen Leben, wie Schulleiter Hermann-Josef Wittmann den Fraktionsmitgliedern bei ihrem Besuch erläuterte.
Die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) hat für energetische und Brandschutzmaßnahmen in der Realschule Altlünen bereits sechs Millionen Euro in den Haushalt 2015 eingestellt. „Um die Schule grundlegend zu sanieren, müsste das Gebäude komplett entkernt werden“, sagte Ratsherr Günter Langkau. Überdies sei auch die Turnhalle in einem desolaten Zustand. „Das Dach ist marode und das Mauerwerk von Feuchtigkeit durchzogen“, so Langkau. Mittel für eine Renovierung der Turnhalle stünden jedoch derzeit nicht bereit.
Die CDU-Fraktion bringt deshalb auch eine engere Kooperation mit dem angrenzenden Gymnasium ins Gespräch. Bei der Prüfung eines Neubaus „muss auch über Synergien nachgedacht werden“, sagte die Fraktionsvorsitzende Annette Droege-Middel. „So könnten beispielsweise Fachräume gemeinsam genutzt werden.“ Sie fordert das Schulamt deshalb auf, jetzt konkrete Informationen zur Schülerzahlentwicklung nicht nur in Altlünen, sondern auch an den beiden anderen Realschulstandorten in Brambauer und Niederaden vorzulegen.
Angesichts des hohen Schuldenstandes der Stadt Lünen dringt Droege-Middel außerdem darauf, für den Fall eines Neubaus der Realschule Altlünen auch Public-Privat-Partnership-Modelle (PPP) in Betracht zu ziehen. „Dann könnte die Stadt zumindest die hohen Investitionskosten sparen.“
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