Neubau zweier Schulen aktuell unrealistisch

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GFL-Schulexperte Kunibert Kampmann: Strukturierte und systematische Arbeit statt politischer Schnellschüsse.
Lünen. Rückblick auf den Ausschuss für Bildung und Sport: Erst wird ein nach Vorgaben des Schulgesetzes zwingend zu erstellender Schulentwicklungsplan verabschiedet, der für die nächsten fünf Jahre gelten soll. Dann werden die durch die CDU gestellten Anträge, zwei Schulen (Leoschule und Realschule Altlünen) komplett neu zu bauen, beraten, wobei Standortortfragen, bei vorliegenden Vorbeschlüssen, noch völlig offen sind. Bei einem möglichen Neubau der Realschule Altlünen, deren Notwendigkeit auch die GFL sieht, steht noch ein Gutachten zur Entwicklung der Realschulstandorte im Raum mit dem vor einem Neubau noch eine intensive Auseinandersetzung erfolgen muss und von dem man sich ggf. auch per Beschluss verabschieden muss.

Abgesehen davon, dass die in der Antragsbegründung getroffenen Aussagen zum Gebäudezustand im Widerspruch zum vor fünf Minuten verabschiedeten Schulentwicklungsplan und den Aussagen der ZGL stehen, ist es vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Stadt Lünen ohne Überprüfung und Ermittlung genauer Zahlen zu den Investitionen bei Schulneubau, die im Bereich von 15 bis 20 Millionen Euro liegen, nicht möglich, entsprechend Planungen der Haushalte bis 2020 vorzunehmen.

Es sollte unter anderem auch die notwendige zugesagte und auch kostspielige Veränderung am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium realisiert werden, die schon mehr als ein Jahr auf sich warten lässt. Auch im Bereich der OGS stehen Investitionen von mehr als 5 Mio. Euro an. Auch hier müssen zeitnahe Übergangslösungen gefunden werden.

Zum Bau von neuen inklusionsgerechten Schulen gehört nach Auffassung der GFL mehr als die Feststellung, dass die bestehenden zu ersetzenden Schulen nicht inklusionsgerecht sind. Da liegt noch umfangreicher Beratungsbedarf unter Einbezug der Schulaufsicht und Schulen vor. Ansonsten wird es zu Fehlplanungen, Fehleinschätzungen und möglicherweise auch Fehlinvestitionen kommen.

Der Hinweis der CDU auf den Inklusionsauftrag von Schule reicht für eine Planung nicht. Abgesehen davon sollte an allen Schulformen und Schulen in Lünen ein einheitlicher Standard gesetzt werden. Eine strukturierte und systematische Vorarbeit ist zwingend notwendig.

Positiv ist, dass es gelungen ist, bezüglich dieser wichtigen Fragestellungen durch Modifikation der vorliegenden Anträge einen Konsens zu finden, der von allen Fraktionen getragen werden konnte.
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