Bei den Judo-Veteraninnen: Zweiter WM-Titel für Heike Tatsch

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Zum zweiten Mal nach 2009 gelang es Heike Tatsch vom 1. JJJC Lünen, sich den Weltmeistertitel der Judo-Veteraninnen zu erkämpfen.
Bei der Weltmeisterschaft, die in Amsterdam stattfand, gingen an vier Wettkampftagen rund 1.000 über 30-jährige Judoka aus aller Welt auf die Wettkampfmatten. Die deutsche Mannschaft belegte im Medaillenspiegel einen hervorragenden zweiten Platz hinter dem starken Team aus Frankreich.

Die Lünerin trug mit dem Gewinn der Goldmedaille zu diesem Erfolg bei. In ihrer Alters- und Gewichtsklasse (Frauen 40-44 Jahre / + 78 kg) hatte sie zwei Kämpfe gegen deutlich schwerere Gegnerinnen zu bestreiten. Im ersten Kampf traf sie auf eine Brasilianerin, die keine geringere war, als ihre Finalgegnerin von vor sechs Jahren. Dementsprechend gewarnt ging Heike Tatsch in den Kampf. Sie setzte ihre Gegnerin von Anfang an unter Druck und zwang diese so in die Defensive. Dieses „Passiv-Judo“ wurde von den Kampfrichtern zurecht mit Strafen geahndet, sodass die Lünerin den Kampf gewann. Im zweiten, und leider letzten, Kampf konnte die 42-jährige gegen eine Kämpferin aus Ungarn ihren Spezialwurf, den Seoi-Nage (Schulterwurf), gut ansetzen und erhielt dafür eine große Wertung (Waza-Ari). Den Kampf beendete sie dann schließlich, indem sie sofort in einen Haltegriff nachging, aus dem sich ihre Gegnerin nicht mehr befreien konnte. Mit diesen beiden, letztlich ungefährdeten, Siegen stand Heike Tatsch als Siegerin der Goldmedaille fest.
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