Feuerwehrmänner aus Marl und dem Kreis Recklinghausen bei ihrer Ausbildung

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Der Umgang mit Gefahrenstoffen, korrekter Atemschutz und die Beseitigung von Sturmschäden – das sind drei Teilbereiche bei einer Ausbildung zum Brandmeister . Die zweite Woche des B1-Lehrgangs dient als Einstieg in die Praxis als Feuerwehrmann: Die Basis der Feuerwehrtätigkeit, die FwDV 3 und die so genannten Grundtätigkeiten standen auf dem Programm. Die Auszubis haben die ersten Handgriffe, wie das Öfnnen eines Hydranten, das Setzen eines Standrohres und das Ausrollen und den Umgang mit den Feuerwehrschläuchen gelernt.

Die Brandmeisteranwärter werden innerhalb von 18 Monaten zu Lebensrettern und Brandbekämpfungs-Profis ausgebildet.
An der kreisweiten Ausbildung nehmen die Feuerwehren der Städte Castrop-Rauxel, Datteln, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen teil. Start war die Feuer- und Rettungswache Recklinghausen.

Mit der kreisweiten Ausbildung wird interkommunales Fachwissen und Kompetenz gebündelt sowie die Belastung der einzelnen Feuerwehr-Standorte der Kreisstädte während der Ausbildungszeit reduziert. Davon profitieren alle Feuerwehr-Standorte und es erleichtert die Organisation der Ausbildung neuer Fachkräfte. Zuvor organisierten die Feuerwehren zum Teil selbstständig Lehrgänge oder mussten ihre Auszubildenden zu anderen Berufsfeuerwehren entsenden und das führte zu einer hohen Zusatz-Belastung.

Es wird damit außerdem die Möglichkeit geschaffen, kontinuierlich ausbilden zu können und so auch für die Zukunft vorzusorgen. Unterbesetzung und freie Stellen können auf ein Minimum reduziert werden.

Abschnitt eins heißt: Grundausbildung


Insgesamt 45 Ausbilder aus den Städten Recklinghausen, Marl, Castrop-Rauxel, Dorsten, Herten, Haltern am See und der Kreisleitstelle vermitteln in der Grundausbildung innerhalb von 24 Wochen die wichtigsten Inhalte: Es wird begonnen mit dem Einmaleins der Feuerwehr, Schläuche rollen und Brandbekämpfung. Anschließend folgen unter anderem Atemschutzlehrgang und ABC-Ausbildung.Dabei geht es um den Umgang mit radioaktiven, biologischen und chemischen Stoffen.

Außerdem gehören zu den Grundlagen die Sprechfunker- sowie Realbrandausbildung, die Ausbildung zum Maschinisten für Löschfahrzeuge und die technische Hilfeleistung im Wald – also die Beseitigung von Sturmschäden.

In Ausbildungsabschnitt zwei lernen die angehenden Brandmeister unter anderem wie eine Drehleiter eingesetzt wird und zu bedienen ist. Dazu kommt ein sechsmonatiges Wachpraktikum in der eigenen Dienststelle. Währenddessen machen die Teilnehmer den LKW-Führerschein. Es folgen Prüfungsvorbereitungen und im Dezember 2016 dann die Laufbahnprüfung.

Zehn Anwärter werden zusätzlich noch eine Ausbildung zum Rettungssanitäter durchlaufen – alle anderen haben diese Qualifikation bereits.
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Udo Surmann aus Herten | 09.07.2015 | 11:40  
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