Marler Rauschgiftbande ausgehoben, Wohnungen in Marl durchsucht

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Bereits seit Ende 2017 ermittelt die Polizei gegen sieben Männer im Alter von 28 bis 52 Jahren aus Marl und Umgebung wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen. Zur Aufarbeitung des Gesamtkomplexes wurde beim Polizeipräsidium Recklinghausen eine Ermittlungskommission eingerichtet. Aufgrund umfangreicher verdeckter Ermittlungen verdichtete sich der Verdacht, dass Betäubungsmittel aus den Niederlanden nach Marl und Haltern am See gebracht und dann hier weiterverkauft werden. Dabei ergaben sich dann auch Hinweise auf eine gerade erfolgte Lieferung. Daraufhin wurden am letzten Donnerstag fünf Wohnungen in Marl und eine Wohnung in Haltern am See mit richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen durchsucht.

Da sich bei den Ermittlungen auch Hinweise auf Waffen ergeben hatten, wurden Spezialkräfte zu den Durchsuchungsmaßnahmen hinzugezogen. Bei den Durchsuchungen wurden mehrere Kilo Cannabis, mehrere Liter Amphetaminöl, Bargeld im fünfstelligen Bereich, unverzollte Zigaretten und drei scharfe Schusswaffen sichergestellt. Ein Täter räumte in seiner Vernehmung ein, seit März 2017 bis heute Cannabis im zweistelligen Kilogrammbereich, mehrere tausend Tabletten Ecstasy und mehrere Kilo Amphetamin geliefert bekommen und weitergegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft Essen führte drei Beschuldigte im Alter von 28, 38 und 52 Jahren dem Haftrichter beim Amtsgericht Essen vor. Antragsgemäß wurde für alle drei der Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
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