Spende für Unterrichtsmaterialien, kulturelle Exkursionen und Sportkleidung für Flüchtlingsklasse der Willy-Brandt-Gesamtschule in Marl

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Da kam Freude auf: Susanne Soll überreichte Theo Sylla im Beisein von Katharina Grahnert (links) und Katharina Dieckmann den symbolischen Scheck. (Foto: evonik)

Das Wort Pause hatten die Schülerinnen und Schüler von Katharina Grahnert schon nach wenigen Tagen gelernt. Schließlich ist der Gang auf den Schulhof in jeder Kultur zweifelsfrei der schönste Teil des Schultages. Die junge Lehrerin unterrichtet insgesamt 28 Flüchtlingskinder zwischen zehn und 17 Jahren, die an der Willy-Brandt-Gesamtschule Marl (WBG) unter anderem die Grundlagen der deutschen Sprache erlernen.

Um den Jugendlichen den Einstieg in den Alltag zu erleichtern, überreichte Susanne Soll im Auftrag der Evonik Stiftung einen Spendenscheck über 4270,50 Euro an den kommissarischen Schulleiter Theo Sylla. Das Geld soll für Unterrichtsmaterialien, kulturelle Exkursionen und Sportkleidung verwendet werden.

Katharina Dieckmann ist ebenfalls Lehrerin an der WBG und erklärt die Probleme der Flüchtlingskinder im Schulalltag: „Es sind meist ganz banale Dinge, die uns hier fehlen. Schulhefte, Etuis, Schreibmaterial, aber auch Lehrbücher, die dem sprachlichen Bildungsstand der Flüchtlinge entsprechen.“

Aufgrund der sprachlichen Vielfalt werden Wörterbücher in verschiedenen Ausführungen benötigt. Die Bücher dienen sowohl für die Übersetzung der Muttersprache ins Deutsche als auch ins Englische. Derzeit werden Flüchtlingskinder aus Serbien, Rumänien, Mazedonien, Afghanistan und Syrien an der Gesamtschule unterrichtet.

Katharina Grahnert ist von ihrer Klasse begeistert, auch wenn die Kommunikation zwischen Lehrerin und Schülern am Anfang mitunter schwierig war. „Natürlich braucht man Geduld. Zunächst verständigt man sich eher mit Händen und Füßen, aber wir haben schnell eine Ebene gefunden“, sagt Grahnert zufrieden.

Mittlerweile wurden die Schüler altersgerecht eingestuft und besuchen die Regelklassen.
Die Älteren sollen nach dem Schuljahr auf das Berufskolleg wechseln. An Motivation mangelt es nicht: „Sie würden viel lieber in der Schule bleiben als nach Hause gehen, weil sie sich dort langweilen“, erzählt Grahnert durchaus ein wenig stolz.

Doch auch die Freizeitmöglichkeiten können mit der Spende verbessert werden. „Wir hatten zwar schon einige Kleiderspenden erhalten, aber nun sind wir in der Lage, auch vernünftige Sportsachen zu kaufen um die Jungen und Mädchen zum Sportunterricht und in Sportvereine zu schicken“, freut sich Katharina Dieckmann über die dringend benötigte finanzielle Unterstützung.

Neben der Teilnahme an sportlichen Aktivitäten ist ebenso das Kennenlernen der neuen Heimat ein wichtiger Schritt zur Integration. Auch hierfür wurden die Weichen mit der Unterstützung der Stiftung gestellt. So können demnächst auch kulturelle Exkursionen mit den Schülern und Schülerinnen realisiert werden.
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