CDU Alt-Marl und Ratsfraktion verstärken Bemühungen um Verkehrsberuhigung in Alt-Marl

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Oliver Wittke im Gespräch mit Patrick Rohmann und Peter Gesser (Foto: Horst Drechsel)
 
Ortstermin in Alt Marl an der B 225: MdB Oliver Wittke im Gespräch mit dem CDU OV Alt-Marl und der CDU Fraktion im Rat der Stadt (v.l.n.r. Marvin Watermann, Peter Gesser, Oliver Wittke, Dr. Ulrich Otto, Karl-Heinz Dargel, Patrick Rohmann, Doris Nagel, Hans Werner Nagel, Renate Walter) Bild: Horst Drechsel
Marl: B225 | Die Alt-Marler CDU und die Fraktion der CDU im Rat der Stadt Marl machen jetzt verstärkt Druck für eine zügige Umsetzung der Ortsumgehung der B 225 für Alt-Marl. Zu einem Ortstermin am Kreuzungsbereich der B225 zwischen Breite Straße und Dorstener Straße trafen sich die Vertreter der Fraktion und des Ortsverbands mit dem früheren Minister für Bauen und Verkehr von Nordrhein-Westfalen, Oliver Wittke. Der CDU-Bundestagsabgeordnete ist derzeit ordentliches Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur und im Unterausschuss Kommunalpolitik des deutschen Bundestages. Als gebürtigen Marler mit Wohnsitz in Buer-Bülse ist ihm die problematische Verkehrssituation in Alt-Marl sehr wohl vertraut.

Und so war der Bundespolitiker auch erster Ansprechpartner für Fragen der CDU Alt-Marl zur Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans, der im März von der Bundesregierung veröffentlicht wurde. Am Dienstag nahm sich Oliver Wittke Zeit für einen Besuch in Alt-Marl, um vor Ort die Konsequenzen und weiteren Schritte zur Umsetzung der Ortsumgehung aus erster Hand und seiner fachlichen Sicht zu erläutern. „Das ist mit einem Volumen von 2,7 Millionen Euro und einer geplanten Streckenlänge von 1,4 Kilometern ein relativ überschaubares Projekt, das aber für den Ortskern von Alt-Marl eine große Entlastung bringt,“ so Oliver Wittke.

Bereits seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es immer wieder Ansätze für eine Ortsumgehung der B 225, die über das Planungsstadium nicht hinaus gekommen sind. Zwischenzeitlich sind nicht nur viele Jahre ins Land gegangen, auch die Verkehrssituation in Alt-Marl hat sich gegenüber den 70er und 80er Jahren erheblich verändert. Nicht zuletzt durch die Ansiedelung von Logistikunternehmen im Gewerbegebiet Dorsten/Marl hat sich das Verkehrsaufkommen, und hier insbesondere der Schwerlastverkehr, verglichen mit anderen Marler Ortsteilen überproportional erhöht.

Diese für die Anwohner in Alt-Marl überaus belastende Verkehrssituation hat der Bundesverkehrswegeplan 2030, der im März von der Bundesregierung vorgelegt wurde, Rechnung getragen. In dem jetzt verabschiedeten Planungsrahmen wurde das Projekt „Ortsumgehung B 225 Alt-Marl“ deutlich höher priorisiert. „Für Bundesstraßen gibt es keine höhere Prioritätsstufe,“ erläutert der ehemalige Landesverkehrsminister die Feststellungen der Bundesregierung. Verändert hat sich vor allem, dass die Finanzierung durch den Bund aufgrund der Priorisierung auf jeden Fall gesichert ist. Eine Umsetzung ist also möglich, sobald das Baurecht gesichert ist und die Planung fertig gestellt wurde.

Nach dem Inkrafttreten des Bundesverkehrswegeplans liegt die Option zum Handeln nunmehr bei der Landesregierung NRW. „Der Bund hat den Ball auf den Elfmeterpunkt gelegt und der Torwart hat sogar das Tor verlassen!“ So interpretiert der Bundestagsabgeordnete die momentane Situation. Um das Verfahren noch weiter zu beschleunigen, schlägt Oliver Wittke vor, die Planung durch ein externes, private Planungsbüro und nicht durch Straßen NRW abwickeln zu lassen. „Meine Empfehlung an die Landesregierung lautet, hier ein privates Planungsbüro mit der Entwicklung zu beauftragen,“ ergänzt er und avisiert, das unter günstigen Voraussetzungen das Projekt dann schon in drei Jahren Realität werden könne. „Bei einem Kosten-Nutzen-Verhältnis von 6,4 und unter diesen relativ einfachen Rahmenbedingungen wird der Bund keine Sekunde zögern, dieses Vorhaben schnell zu realisieren.“

In der Vergangenheit wurden in NRW die Planungsverfahren eher zurückhaltend angegangen, was dazu führte, dass nicht alle realisierbaren Projekte auch tatsächlich umgesetzt wurden. Diese Gefahr besteht nunmehr auch bei der Umsetzung der im Bundesverkehrswegeplan aufgelisteten Projekte in NRW. Die bereits seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelten Pläne zur Ortsumgehung in Alt-Marl bedürfen dabei einer aktuellen und vor allem zügigen Bewertung der Trassenführung und Ausbauplanung. Die Gelder für den Ausbau stehen dabei im Bundeshaushalt zur Verfügung.

Diese Situation ist für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Marl nunmehr Anlass, über eine Ratsresolution das Verfahren zu beschleunigen. In der nächsten Ratssitzung werden hierzu die Mitglieder des Rates zur Verabschiedung einer Resolution an die Landesregierung NRW aufgefordert. Der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Dargel hierzu: „Wir werden natürlich schon vor der Ratssitzung versuchen, gemeinsam mit allen Fraktionen diese Resolution im Sinne der Bürger Alt-Marls auf den Weg zu bringen.“

Einen entsprechenden Antrag haben der CDU Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Dargel und Ratsmitglied Peter Gesser für die nächste Ratssitzung am 12. Mai auf den Weg gebracht. „Natürlich sind wir uns im Klaren darüber, dass die Wiederaufnahme der Planungen auch neue Diskussionen in der Bürgerschaft mit sich bringen wird,“ erläutert Peter Gesser die Initiative der CDU. „Wir stehen aber auch in der Verantwortung, die untragbare Situation im unmittelbaren Ortskern von Alt-Marl für tausende Bürger nachhaltig und vor allem zügig zu verbessern. Mit der Resolution soll die Landesregierung aufgefordert werden, das Verfahren ohne zeitliche Verzögerung und mit Priorität anzugehen.“
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Peter Gesser aus Marl | 05.05.2016 | 21:08  
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