CDU Hüls entsetzt - Flötenspielerteich soll zugeschüttet werden

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Die CDU-Hüls ist entsetzt. Klammheimlich und ohne Rücksprache mit den Hülser Vertretern soll der traditionsreiche Flötenspielerteich im Gänsebrink zugeschüttet werden. Eine entsprechende Vorlage der Verwaltung wurde den Ratsmitgliedern jetzt vorgelegt.

Weil andere Lösungen zu teuer sind, soll der Teich nun weichen und durch einen Bachlauf ersetzt werden. Der CDU-Hüls Vorsitzende Ralf Baumgärtner macht seinem Ärger Luft: „Da werden in der Bürgerwerkstatt ISEK in Hüls die Qualitäten des Stadtteils abgefragt und mehrfach fällt dort der Gänsebrink als Stichwort und dann hat man nichts besseres zu tun, als ohne die Auswertung der Ergebnisse einzubeziehen, genau diese wichtige Grünfläche alternativlos zu dezimieren. Der Gänsebrink gehört untrennbar zu Hüls und gerade der Flötenspielerteich ist ein identifikationsstiftendes Element.“

Gerade weil der Teich in den vergangenen Jahren so ungepflegt und verschlammt war hatten sich auch die Hüllen Oktoberfestwirte Gedanken dazu gemacht und mit ihrem Fahrradmarathon bereits 2000 Euro für die Instandsetzung gesammelt. Nun ist Festwirt Heinz-Joachim Lambernd sehr enttäuscht „Wir durften hier nicht eigenmächtig tätig werden, auch nicht zusammen mit Fachfirmen die uns unterstützen wollten. Stattdessen sollten wir das Gutachten abwarten und nun soll, ohne Rücksprache mit uns alles umsonst gewesen sein. Scheinbar nimmt uns die Verwaltung nicht ernst oder das Interesse für Hüls ist schlichtweg nicht da.“

Auch Bernd Kaczor von der Werbegemeinschaft Hüls versteht die Welt nicht mehr: „Bei uns verstärkt sich immer wieder aufs Neue der Eindruck, dass Hüls einfach nur das Stiefkind der Stadt ist. Während im Zentrum für das Rathaus jeder nur verfügbare Euro bereit gestellt wird, werden wir in Hüls einfach kaputt gespart. Wozu werden solche Bürgerrunden denn überhaupt durchgeführt, wenn unsere Meinung dann niemanden interessiert?“ fragt sich der Vorsitzende.

Kampflos aufgeben wollen die Hülser nicht und erwarten von der Stadt jetzt eine Bürgerveranstaltung wo über die Alternativen informiert werden soll. „Wir wollen ernst genommen werden, mitgestalten und Verantwortung übernehmen,“ darin sind sich alle einig.
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Udo Surmann aus Herten | 01.02.2016 | 20:01  
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