Der Rat der Stadt Marl lehnt die Gewinnung von Erdgas mit der Fracking-Methode auf dem Gebiet der Stadt Marl ab

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Der Rat der Stadt Marl lehnt die Gewinnung von Erdgas mit der umstrittenen Fracking-Methode auf dem Gebiet der Stadt Marl zum Schutz der Natur und des Grundwassers ab. Die Bürgerliste WIR für Marl begrüsste in der Ratssitzung ausdrücklich diesen Beschluss. Fritz Dechert erklärte die negativen Folgen die jetzt in Gebieten in den USA auftreten. Dort kommt das Frackinggas schon aus den Wasserhähnen.

Damit sprach sich der Rat mit Mehrheit auch gegen den Antrag der Firma Dart Energy Limited auf Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen aus. Die Firma hat nach dem Bundesberggesetz (zuständige Genehmigungsbehörde ist die Bezirksregierung Arnsberg) beantragt, Bereiche des nordwestlichen und östlichen Stadtgebiets (Hüls-Nord, Chemiepark Marl, Teile von Lenkerbeck und Sinsen) auf Gasvorkommen zu untersuchen.

Fracking-Methode

Die Bürgerliste WIR für Marl hat grundsätzliche und erhebliche Bedenken gegen die mit dem Antrag verbundenen möglichen Vorhaben und Maßnahmen zur Gewinnung der Gase . Denn bei der sogenannten Fracking-Methode wird ein Gemisch aus Wasser, Chemikalien, Sand und Ton bei Bohrungen unter hohem Druck in das gashaltige Gestein gepresst, damit die Gase entweichen und gewonnen werden können.

Die Fracking-Technologie ist nach Meinung der Bürgerliste WIR für Marl gefährlich, da umweltgiftiger Chemikalien eingesetzt werden. Diese können erhebliche Auswirkungen auf den Naturhaushalt, insbesondere für das Grund- und Oberflächenwasser, auf die Trinkwasserversorgung sowie auch für die landwirtschaftliche und bauliche Nutzung des Geländes haben. Außerdem besteht das Risiko, dass es zu erheblichen und unkontrollierbaren Beeinträchtigungen der natürlichen Tektonik kommen kann, die auch wegen des ehemaligen und laufenden Steinkohlenabbaus bereits heute Besonderheiten und Störungen aufweist.Besonders die Trinkwassergewinnung ist gefährdet

Gleichlautende Anträge ablehnen

Da der Bezirksregierung ein Antrag eines weiteren Unternehmens vorliegt, den die Stadt Marl demnächst ebenfalls zur Stellungnahme erhält, wird die Bürgerliste WIR für Marl auch „gleichlautende Anträge auf Erteilung einer Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken” ablehnen.
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