Offener Info-Stammtisch der Bürgerinitiative MHNV ("Marler haben Nase voll!")

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  Die Bürgerinitiative MHNV ("Marler haben Nase voll!") lädt herzlich ein zum offenen Infostammtisch am Dienstag, 05 Mai 2015 ab 19.30 Uhr. Ort ist wie immer die Gaststätte Mühlenbach, Breitestr. 26, 45768 Marl. Hauptthema ist die bisher mangelhafte Abluftbehandlung der Firma SARIA-SARVAL. Der Kreis Recklinghausen hat dem Unternehmen zur Auflage gemacht, die Abluftbehandlung technisch aufwändig zu erneuern. Das Unternehmen ist aktuell nicht in der Lage, die von ihr produzierten Gerüche mit "Bordmitteln" zu neutralisieren, wie es die Betriebsgenehmigung verlangt. SARIA verarbeitet pro Tag rund 300 Tonnen geruchsintensive Schlachtabfälle (Fett, Blut, Knorpel, Borsten, Knochen, etc.).

Stadtplanungsausschuss Marl: SARIA schreibt peinlichen Brief an Bürgermeister
Publiziert am 1. Mai 2015 von MHNV

Im Marler Stadtplanungsausschuss am Donnerstag, den 30.04.2015:
Der Bürgermeister persönlich gibt den Saria- Sachstandsbericht: Dabei gibt der BM bekannt, dass es keine neuen Informationen zur Saria- Erweiterung gibt. Man habe aber sicherlich mitbekommen, dass die Firma Saria vom Kreis RE aufgefordert worden sei, die “Geruchssituation zu verbessern”.

Diese Verharmlosung durch den Bürgermeister wollen wir hier nicht näher kommentieren, denn sie deckt sich mit der kritiklosen Nähe, die Werner Arndt seit drei Jahren immer wieder zu SARIA sucht. Und das, obwohl seine Partei davor mit kritischer Distanz die treibende Kraft war, die sich in erster Linie für Bürgerinteressen eingesetzt und SARIA bei Fehlern in die Schranken gewiesen hat.

Schließlich dürfte jeder, der lesen kann und Informationen verstehen WILL, auch in den Medien mitbekommen haben, dass die Firma Saria nach dem Druck der Bevölkerung und MHNV durch den Kreis eine aufwändige technische Umrüstung ihres Werks aufgebrummt bekommen hat. Mit anderen Worten: Saria ist im Augenblick nicht in der Lage mit Bordmitteln, die von ihr produzierten Gerüche zu neutralisieren, wie es die Betriebsgenehmigung verlangt. SARIA verarbeitet PRO TAG rund 300 Tonnen geruchsintensive Schlachtabfälle (Blut, Fett, Knorpel, Borsten, Knochen, etc.).

Der Bürgermeister informierte die Ausschussmitglieder, dass die Firma Saria aber in diesem Zusammenhang ihm einen anderthalbseitigen Brief geschrieben habe. Da sich scheinbar keines der Ausschussmitglieder für den Inhalt dieses Briefes von Saria interessierte, schlug der Bürgermeister vor, das Schreiben dem Protokoll beizufügen.

MHNV-Vertreter fordert Information

Das MHNV-Mitglied, dass sich extra frei genommen hatte und im Zuschauerraum saß, hätte in diesem Fall keine Information über den Inhalt des Schreibens bekommen.
In der folgenden Einwohnerfragestunde fragte darum der Anwohner, ob man ihm den Inhalt des Schreibens mitteilen können, zumal er sich extra für diesen Ausschuss frei genommen habe und er ansonsten ja nicht die Informationen bekäme, die ein Bürger sich als Zuschauer bei solchen politischen Veranstaltungen wünscht.Der Bürgermeister verlas darauf hin den Brief, der vom Pressesprecher von Saria geschrieben worden war. Das zweiminütige Verlesen des Briefes hätte man sich aber sparen können, denn es war das übliche “Saria-Blabla”, das Fakten geschönt aus Sicht der Firma SARIA darstellt:

SARIA schreibt peinlichen Brief an Stadtverwaltung

Das Unternehmen verwies auf die großartigen Leistungen, die man in den vergangenen Jahren in Sachen Luftreinhaltung getätigt habe, welche Millionen Investitionen doch in saubere Luft geflossen seien, und dass man auch überrascht sei, dass das alles nicht geholfen habe. Der Gipfel des Schreibens ist, als die Firma Saria erklärt, dass man aktuell als Notfallfilter einen teuren Aktivkohlefilter einsetzt, was aber aus Kostengründen keine Dauerlösung sein könne.

Übersetzt klingt das wie: Saria kann die Luft sauber halten, will dafür aber kein Geld ausgeben.

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