Energiesparlampen: Birne gegen Birne - oder Alt gegen Frisch

Anzeige
Saftige Birnen im Tausch gegen ausgediente Energiesparlampen. Da hatte Abfallberater des ZBH, Peter Hofmann (li.) alle Hände voll zu tun. (Foto: Jürgen Metzendorf)
Marl: ZBH-Wertstoffhof | Was für eine Birne, die die Birne nicht gegen eine Birne eintauscht. Doch es gab viele, die sich das Angebot „ausgediente Lampen gegen frisches Obst“ nicht entgehen ließen. Aufgerufen zu der originellen Tauschaktion hat der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH), der nicht nur nebenbei auf dem Wertstoffhof über die umweltgerechte Entsorgung und Nutzung von Energiesparlampen beriet.

Entsprechend wurde nicht Alt gegen Neu getauscht, sondern Alt gegen Frisch. Ein saftiges Angebot, das auch noch schmeckte. Und obendrauf servierte Abfallberater des ZBH Peter Hofmann Informationen zum Thema Energiesparlampen. Unterstützt wurde die Aktion von Lightcycle, die die Früchte, kleine Geschenke und viele Informationen zur Verfügung stellte.

Abfallberater Hofmann stellt sich kritischen Fragen

Schon zum vierten Mal hatte der Abfallberater die Marler Bürger zu einer Informationsveranstaltung und zum Birnentausch eingeladen. Immer Anfang September, wenn in den vergangenen Jahren eine bestimmte Wattage an Glühlampen die Verkaufsregale verlassen musste, hat sich Peter Hofmann den oft kritischen Fragen der Marler Bürger gestellt.

Ein Thema war der Quecksilberanteil in den Lampen sowie der sachgerechte Umgang mit zerbrochenen Glaskörpern. Fakt ist, dass die Lampen ohne das Metall nicht leuchten. Fakt ist aber auch, dass das Quecksilber nur dann in die Umgebung gelangt, wenn der Glaskörper zerbricht. In diesem Fall sollten die Scherben in einen Plastikbeutel gefegt (nicht aufsaugen!) und luftdicht verschlossen zu einer Sammelstelle gebracht werden.

Quecksilber-Problematik bei Energiesparlampen

Wer unsicher im Umgang mit Lumen (Lichtintensität) Grad Kelvin (Lichtfarbe) und Wattage (Leistung) ist, lässt sich am besten in den Fachgeschäften und Baumärkten beraten.

Sparlampe ist allerdings nicht gleich Sparlampe. Ob Halogen, LED oder die klassische Energiesparlampe - allen ist gemein, dass sie viel weniger Strom konsumieren als Glühbirnen. Während eine Glühbirne 95 Prozent der aufgenommenen Energie an die Umgebung verheizt, schaffen es ihre modernen Schwestern, 80 bis 90 Prozent des teuren Stroms in Licht umzuwandeln.

Nicht in den Hausmüll

Auch wenn die Energiesparlampen ein langes Leben haben, erlischt irgendwann doch einmal ihre Leuchtkraft. Dann muss der Verbraucher beachten, dass die Energiesparlampen - auch die Leuchtstoffröhren - und die LED-Lampen nicht über den Hausmüll entsorgt werden dürfen. Ein Grund ist der Schadstoffgehalt der Lampen. Der andere ist: die Leuchtkörper können fast komplett wiederverwertet werden.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.