Der Heimatverein hat sich zum Marler Kulturkonzern entwickelt

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Das Heimatmuseum am Volkspark
Marl: Erlöserkirche-Brassert | Eine rundum harmonische Versammlung mit Vorstandswahlen erlebten die Mitglieder des Heimatvereins Marl in der Erlöserkirche. Musikalisch eingerahmt von Volker Zwetschke und Peter Son Götz erfuhren die Mitglieder, wo der Verein mit seinen Häusern steht und wohin sich der „kleine Konzern Heimatverein“ entwickeln wird.

Mit den Häusern des Heimatvereins nahe bei den Menschen
Bevor Hubert Schulte-Kemper, Vorsitzender des rührigen Heimatvereins, seinen Rechenschaftsbericht abgab, vermittelte der Pianist Volker Zwetschke mit einer Beethoven-Sonate den zahlreich erschienen Mitgliedern einen imposanten Eindruck von den musikalischen Möglichkeiten in der Erlöserkirche. „Mit all unseren Veranstaltungen möchten wir den Menschen in Marl Freude bereiten und mit unseren Häusern nah bei ihnen zu sein“, formulierte der Vorsitzende ein Ziel des Heimatvereins. Mit der Übernahme der Erlöserkirche an der Schachtstraße eröffnen sich viele neue Möglichkeiten, die in den anderen Häusern des Vereins so nicht durchführbar sind. „Dieses Haus wird erleben, womit wir nicht gerechnet haben – und es wird gut“, blickt der Vorsitzende nach vorn. Vorstellbar sind im Kulturzentrum Erlöserkirche standesamtliche Trauungen, Konzerte mit der Möglichkeit von Pausen-Imbissen, Trauerfeiern, die Ausrichtung der Lüttinghof-Konzerte, Klassik für Kids sowie Ausstellungen und Präsentationen. „Auch sähe ich hier gern eine kleine Dokumentation der Marler Kirchengeschichte aller Konfessionen und der Philharmonia Hungarica“, sagte Hubert Schulte-Kemper.

Anfragen übersteigen die Möglichkeiten
Sehr zufrieden ist der Heimatverein mit der Entwicklung in seinen Häusern Heimatmuseum, Alte Windmühle, Erzschacht und Europäisches Friedenshaus. In allen Einrichtungen gibt es feste Termine und wechselnde Veranstaltungen, Tendenz: steigend. Die Anfragen nach privaten Anmietungen übersteigen die Möglichkeiten der Einrichtungen. Einige Feiern können aus Gründen der Rücksicht auf die Nachbarschaft leider nicht gebucht werden.

Starke Mitglieder – starker Verein
Der Schatzmeister Heribert Bösing legte zwei Kassenberichte vor, die rundum positiv waren. Sowohl die Einnahmen sind gestiegen, wie auch die Zahl der Mitglieder. Dem Heimatverein ist gelungen, durch die Ansprache von Sponsoren und Fördermitgliedern das Image des Vereins zu polieren und seinen kulturellen Status zu festigen. Mit 831 zahlenden Mitgliedern gehört der Heimatverein Marl zu den bedeutenderen Organisationen in unserer Stadt und zu den größeren Vereinigungen seiner Art in Nordrhein-Westfalen.

Neuer „Posten“ im Vorstand: Ökologiebeauftrage
Wie zufrieden nicht nur der Vorstand mit seiner Arbeit, sondern auch die Mitglieder mit ihrem Vorstand sind, zeigte sich bei den Wahlen. Wiedergewählt wurde Hubert Schulte-Kemper zum Vorsitzenden, den Franz Kleinkes, Horst Schmitz, Andreas Voß und Merten Freitag vertreten. Die Geschäfte führt weiterhin Hugo Weimann, assistiert von Thomas Raub. Die Finanzen liegen in den Händen von Heribert Bösing und Heribert van Bracht, Magnus Wüller und Margret Ehrke sind Schriftführer. Neu im Vorstand sind die Ökologiebeauftragten Dr. Ullrich Otto und Roland Oligmüller. Den – neu gestalteten Internetauftritt des Vereins – pflegt Martin Baumann, Pressesprecher bleibt Peter Hofmann und Hubert Leinweber Museumsdirektor.

Weitere Freunde werden gesucht
Für dieses und die nächsten Jahre haben sich die Heimatfreunde wieder einiges vorgenommen. Ein Schwerpunkt wird die Entwicklung der Erlöserkirche zu einem Kulturzentrum sein. Hier gibt es viele Ideen und auch Interessierte, die das ehemalige Gotteshaus weiterhin mit Menschen und Leben füllen möchten. Hubert Schulte-Kemper stellt sich nach dem Vorbild der „Mühlradfreunde“, „Erzschachtfreunde“, „Hammer Freunde“ und „Mauerspechte“ auch einen „Freundeskreis Erlöserkirche“ vor, der sich um das Kirchengebäude, die Veranstaltungen und dessen Unterhaltung kümmert.
Auf dem Weg zum „Heimatmuseum der Stadt Marl“
Ganz oben auf dem Programm bleibt die Einrichtung des Kameramuseums in der Schererschen Villa. Die Gespräche mit der Stadt Marl hierzu und zur Zusammenfassung aller Häuser des Heimatvereins zum „Heimatmuseum der Stadt Marl“ werden in Kürze weiter geführt.
Das Obstbaummuseum entwickelt sich in jeder Hinsicht prächtig: zwischen die 102 Obstbäume in den verschiedensten Sorten werden solide Bänke gestellt, die zum Verweilen, Erholen und zum Beobachten der Natur einladen. Noch in diesem Jahr erhält die Wassermühle ein neues Rad, das die Mühlradfreunde dank der Großzügigkeit der Engel-Stiftung selber bauen werden.
Das Bergwerk Auguste-Victoria hat dem Heimatverein die Infostrecke von Schacht VIII geschenkt, die einen neuen Platz am Erzschacht erhält. Damit entwickelt sich der Heimatverein nach dem Deutschen Bergbaumuseum in Bochum zu einer der ersten Adressen in Sachen Bergbaugeschichte in unserer Region.

Die Beisitzer des Heimatvereins
Beisitzer des Heimatvereins sind Wolf-Dieter Berg, Hermann Börste, Alfred Dodot, Angelika Dornebeck, Wilfried Groß, Ingrid Heinen, Klaus Kahl, Marlies Kleinkes, Wolfgang Katzer, Christian Müller, Anneliese Scheffler, Martin Schemberg, Brigitte Vorholt, Frank Vortmann, Horst Zachau und Hans Zillekens.

Frischer Internetauftritt des Heimatvereins
So frisch kam der Heimatverein noch nie rüber: unter www.heimatverein-marl.de präsentiert sich ein stolzer und aktiver Verein, der dem Begriff „Heimat“ eine lebendige und zeitgemäße Bedeutung gibt. In diesem Verein treffen sich Menschen mit Freude am Bewahren, Lust am Leben und Verantwortung für die Zukunft. Wie überzeugend das Konzept des Vereins ist, zeigen die vielen Sponsoren und Förderer, die mit ihrem Namen zeigen: Heimatverein Marl – wir gehören dazu!
Der neue Internetauftritt wurde vom Heimatfreund Martin Baumann, ART-STYLAZ Webdesign, gestaltet.

Zugabe und Nachtrunk
Den formellen Teil der Mitgliederversammlung beendete der 13-jährige Violinist Peter Son Götz, der erst nach einer Zugabe entlassen wurde. Den schon traditionellen Nachtrunk nahmen die Heimatfreunde im Foyer der Erlöserkirche ein. Nach den akustischen Eindrücken konnten sie sich auch über die weitern Einrichtungen des Gebäudes informieren.
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