Ein Rucksack voller Kultur

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Neben Wolfgang Thönes, Kulturdezernent der Stadt Moers, freuen sich auch die Künstler und Organisatoren auf eine neue Runde des Kulturrucksacks in Moers. (Foto: Heike Cervellera)

Kultur sollte offen für jeden sein. Da das aber nicht der Fall ist, hat sich das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport im Jahr 2011 etwas besonders ausgedacht: Den Kulturrucksack.

Bereits zum vierten Mal startet das Projekt „Kulturrucksack“ in diesem Jahr. Ziel des Projekts ist es, insbesondere Kinder und Jugendlichen, die sonst keinen Kontakt zur Kultur haben, diesen zu ermöglichen.

In den vergangenen Jahren gab es bereits 56 Projekte, die durchgeführt wurden. Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Projektleiter gefunden, die für Jugendliche von zehn bis 14 Jahren ganz besondere Angebote erstellt haben. Die Hauptthemen des diesjährigen Kulturrucksacks sind Identität, Heimat und Wertschätzung. Zu diesen Themenschwerpunkten haben zehn Träger insgesamt elf Projekte entworfen.

Den Start macht die Künstlerin Andrea Zmrzlak. Unter dem Motto „Wichtig! - Ein Fotoprojekt mit jugendlichen Teilnehmern von zwölf bis 14 Jahren“ möchte Zmrzlak mit den Jugendlichen auf Identitätssuche gehen: „Viele Jugendliche präsentieren sich auf Social Media Plattformen und inszenieren sich selbst damit, da sie die Wahrnehmung bewusst steuern. Ich möchte mit den Teilnehmern zusammen schauen, was übrig bleibt nach der ganzen Inszenierung.“ Das Projekt startete am 23. Februar, ein späterer Einstieg ist jedoch auch über das Kinder- und Jugendzentrum Zoff möglich.

Spannend wird es auch in der Zweigstelle der Bibliothek Moers, in Repelen, vom 21. bis 24. März: „Wir werden mit den Kindern einen Dokumentationsfilm über unseren Stadtteil - also Repelen - drehen. Ein paar Stationen werden wir vorgeben, aber den Großteil sollen die Jugendlichen selbst entscheiden“, so Volker Kuinke von der Bibliothek Repelen.

Ebenfalls in den Osterferien, am 1. April, bietet das Kinder- und Jugendbüro das außergewöhnliches Angebot „Tagtool“ an: „Die Teilnehmer dürfen einen Tag mit einem iPad die Stadt erkunden und mittels Tagtools Zeichnungen erstellen. Am Abend werden dann die Zeichnungen als Lichtinstallationen auf dem Rathaus zu sehen sein“, erzählt Mark Bochnig vom Kinder- und Jugendbüro.
Die Künstlerin Sigrid Nikel-Bronner hat sich ebenfalls etwas Besonderes ausgedacht. Ihr Projekt widmet sich an Mädchen und Jungen, die sich schon mit dem Thema „Flucht“ und „Flüchtlinge“ beschäftigt haben. Mittels Bewegungstheater sollen so die verschiedenen Stationen einer Flucht dargestellt werden. Das Projekt geht von April bis Juni.

Der Bunte Tisch Moers hat sich zusammen mit der Künstlerin Monika Liermann etwas für die Kinder und Jugendlichen ausgedacht, die in der Landesnotunterkunft zur Erstaufnahme sind, um ihnen die Zeit etwas erträglicher zu machen: In einem großen Projekt werden mit unterschiedlichen Gruppen Bildercollagen erstellt, die später zu einer Arche zusammengesetzt werden. Hayat Ketfi vom Bunten Tisch fügt hinzu: „So kann jedes Kind, dass in der Notunterkunft wohnt, etwas von sich in Moers lassen, bevor die Reise weitergeht.“

Das Schlosstheater Moers widmet sich der „Castingshow-Mentalität“, wie Holger Runge vom Schlosstheater Moers, erklärt: „Es werden die Moerser Supertalente gesucht“. Tanz und Rollenspiele sind der Mittelpunkt beim Herbstferienworkshop des sci:moers in Zusammenarbeit mit der Meerbecker Kinderakademie.
Weitere Informationen zu dem gesamten Programm des Kulturrucksacks gibt es im Internet und beim Kulturbüro Moers.
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