„Atommüll-Transport per Lkw auf unseren Straßen: Unverantwortlich!“

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Die Freischaffenden Atomkraftgegner Moers weisen darauf hin, dass in der letzten Woche ein Transport von hochradioaktiver atomarer Fracht gestartet wurde. „Bestätigt ist bislang, dass der Transport die Region Aachen passiert hat. Ob die strahlende Fracht von dort aus inzwischen weiter transportiert wurde, ist bislang nicht bekannt“, so Michael Zerkübel von den Freischaffenden Atomkraftgegnern.

200 Kilogramm Plutonium über die Achse Moers-Duisburg-Oberhausen

Die wahrscheinlichste Transportroute, so Zerkübel, ist die Achse Moers-Duisburg-Oberhausen-Münster-Bremen-Hamburg. „Bei dem transportierten Material handelt es sich um mehr als 200 Kilogramm Plutonium, welches in Form sogenannter Mischoxid-Brennelemente vom belgischen Atomkomplex Dessel zum Atomkraftwerk Brokdorf per Lkw befördert wird.“

Hochgefährliche Fracht

Der letzte Transport von Atommüll nach Duisburg sei noch nicht lange her - „und schon rollt die nächste hochgefährliche Fracht durch die Region. Nur wenige Millionstel Gramm Plutonium verursachen Krebs. Plutonium ist wie viele Schwermetalle hochgiftig. Wenige Milligramm sind für den Menschen tödlich. Unsere Region ist der Gefährdung durch Atomtransporte jetzt fast täglich ausgesetzt. Wir halten das für unverantwortlich und fordern einen generellen Transport-Stopp.“

Auch Hamburg ist nur knapp einer Katastrophe entgangen

Über den Zeitpunkt und die Transportroute herrscht Stillschweigen. Auch ein Sprecher der Polizei Aachen wollte keine Auskünfte über die weitere Transportführung machen. Dies sei aus Gründen der Sicherheit Verschlusssache. „Als gesichert muss angesehen werden, dass der Transport durch die Metropolregion Rhein-Ruhr mit mehreren Millionen Einwohnern führt“, führt Zerkübel aus. „Wenn solche Transporte als Verschlusssache gehandelt werden, wird sich keine Zivilschutzorganisation auf eventuelle Unfälle vorbereiten können. Erst vor wenigen Wochen ist die Stadt Hamburg knapp einer Katastrophe entgangen, als ein mit radioaktiven Materialien beladener Frachter im Hafen in Brand geriet. Auch dieser Transport war Verschlusssache. Die Feuerwehr war nicht in der Lage, angemessen auf den Brand zu reagieren. Nur dem mutigen Einsatz einiger Feuerwehrbeamter, die ihr eigenes Leben riskiert haben, ist es zu verdanken, dass es nicht zur Katastrophe gekommen ist. Es ist geradezu zynisch, dass man mit Hinweis auf die Sicherheit den Zivilschutz außen vor lässt.“
Die Atomkraftgegner fordern bereits seit langem den Stopp von Transporten der radioaktiven Materialien.
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