Ausstellung nimmt das Lebenswerk des Fotografen Jürgen Diemer in den Blick

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Es ist ein trauriger Anlass, der dazu geführt hat, dass Fotografien und Videoarbeiten des Mülheimer Fotografen Jürgen Diemer vom 17. März bis zum 28. April im Medienhaus, in der Camera Obscura und im Rathaus zu sehen sein werden. Denn Jürgen Diemer und seine Frau Claudia gehörten zu den 149 German-Wings-Flugpassagieren, die durch die Tat eines psychisch kranken Kopiloten in den französischen Alpen ihr Leben verloren.
In seinen 56 Lebensjahren hat der Mülheimer Kommunikations- und Grafikdesigner zigtausende von ausdrucksstarken Fotos und Videoarbeiten geschaffen. Ob Natur,- Industrie oder Menschen. Seine 360-Grad-Fotos und seine Panoramaaufnahmen zeigen nicht nur technische Brillanz, sondern auch ein großes Einfühlungsvermögen und eine große Neugier, die Neugier auf das Leben.
Dazu passt der Titel der Werkschau, die Freunde, Kollegen und Angehörige mit Unterstützung der Mülheimer Stadtmarketing- und Tourismus Gesellschaft MST auf die Beine gestellt haben: „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: „Wo kämen wir hin“, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ging." Diesen Satz des Schweizer Schriftstellers Kurt Marti hat Diemer für seine Internetseite ausgewählt, wohl, weil er seinem Wesen am nächsten kommt.

Starke Bilder

„Es hat uns beeindruckt und getröstet, dass er all die zigtausend Fotos, die er in seinem Leben gemacht hat, auch gesehen hat und das sie jetzt noch nach seinem Tod, Menschen zusammenführen und ihnen Freude machen“, sagen Angelika Rathofer und Marlies Ball über ihren Bruder Jürgen Diemer. Und seine Schwägerin Beate Maue stellt im Rückblick auf sein Lebenswerk fest: „Weil er sehr einfühlsam und zurückhaltend war, fassten die Menschen, die er fotografierte, schnell Vertrauen. Vielleicht hat er gerade deshalb großartige Momente so künstlerisch so sensibel eingefangen.“
Diemers langjähriger Freund und Wegbegleiter Christoph Zierhut, der Jürgen Diemer so gut, wie nie ohne seinen Fotoapparat gesehen hat, hat mit Gert Rudolph (der mit dem Ehepaar Diemer beim Festival Art Obscura zusammengearbeitet hat) und mit der Mediendesignerin Barbara Bays den Nachlass des Fotografen und Videokünstlers gesichtet und 120 Exponate ausgewählt und bearbeitet. Zehn Monate dauerte es, bis aus den Mühen eine sehenswerte Ausstellungstriologie und ein nicht minder aussagekräftiger Ausstellungskatalog geworden sind. Letzterer soll zugunsten der Regler-Produktion, der Flüchtlingshilfsinitiative „Willkommen in Mülheim“ und last, but not least zugunsten des integrativen Kulturvereins Art Obscura (in dem Claudia und Jürgen Diemer mitgearbeitet haben) an das interessierte Publikum verkauft werden.
Ein interessiertes Publikum dürfte nicht nur die eintrittsfreie Ausstellung, sondern auch ihre dreiteilige Vernissage finden, die (von vielen Weggefährten künstlerisch begleitet mit Musik, Wort und Spiel) am 17. März um 17 Uhr in der Camera Obscura am Schloss Broich beginnt, ab 18.30 Uhr im Rathaus fortgesetzt und ab 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek im Medienhaus am Synagogenplatz zu Ende gehen wird. Weitere Informationen bekommt man bei Gert Rudolph unter der Rufnummer: 301 66 66, per E-Mail an: info@gertrudolph.de sowie auf der Internetseite: www.juergendiemer.de Thomas Emons
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