Dichterwettstreit mit den Toten

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Stolz präsentierten medl und MST das Programm des ersten medl Ruhr Slam in der Stadthalle. (Foto: PR-Fotografie Köhring/AK)

Unter dem Motto „Kultur ganz ohne Abendkleid und Jackett“ treten in der Stadthalle, Theodor-Heuss-Platz 1, am Samstag, 29. April, ab 19 Uhr vier Poetry-Slammer mit ihren Texten gegen die Werke vier grosser Dichter vergangener Epochen an. Als Vertreter der vergangenen Epoche haben vier Schauspieler Werke von Wilhelm Busch bis Kurt Tucholsky neu interpretiert. Abwechselnd präsentieren Vertreter und Poetry-Slammer ihre Texte auf der Bühne des Kammermusiksaals. Das Publikum entscheidet am Ende durch Bewertungskarten, wer in die nächste Runde kommt. Mit „Klümpkes“, Bier und Currywurst aus dem Foyer des Kammermusiksaals soll dabei für richtiges „Ruhrpott“-Ambiente gesorgt werden.

Hinter dem Projekt steckt ein fünfköpfiges Team aus angehenden Tourismus- und Freizeit-Kauffrauen. Angelina Behnke von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH, Verena Meinhardt vom Touristikverband Siegerland-Wittgenstein, Birte Weiring von der „Düsseldorf Tourismus GmbH“ und Vera Hendrigs und Julia Meier vom „aachen tourist service“ machen ihre Ausbildung gemeinsam in der Landesfachklasse des Alfred-Müller-Armack Berufskollegs in Köln. Der Poetry-Slam stellt dabei die Abschlussprüfung der Fünf dar.

„Wir haben im September letzten Jahres die Aufgabe bekommen ein touristisches oder freizeitwirtschaftliches Produkt zu konzipieren und es auf dem Markt zu platzieren“, erklärt Angelina Behnke. „Da wir alle Anfang 20 sind, hatten wir uns schnell auf unsere Zielgruppe der 18- bis 30-jährigen geeinigt.“ Daraufhin entwarf das Team rund um die Mülheimerin eine Studie zu den Interessen der Zielgruppe. Den Fragebogen hat Angelina Behnke dann beispielsweise an weiterführenden Schulen und der HRW verteilt. Dabei stellte sich der Poetry-Slam laut den Azubis als „[…] das Ding“ heraus. „Weit mehr als die Hälfte waren zwar noch nicht auf einem Poetry-Slam, würden aber gerne mal dorthin“, erinnert sich Birte Weiring. Die Auszubildenden wollten deshalb einen Poetry-Slam konzipieren, den es in der Form noch nicht gab. Nach vielen Brainstorming-Treffen kam dann die Idee, lebendige und tote Dichter in einem Wettstreit gegeneinander antreten zulassen.

Exklusivtarif

Zahlreiche Vorbereitungen mussten nun getroffen werden: ein passender Raum musste gefunden werden, die Künstler gebucht, ein Rahmenprogramm gestaltet und ein passender Sponsor musste her. Den Sponsor hatte Angelina Behnke auch schnell gefunden. „Ich habe auf der Webseite der „medl“ einen Tarif gefunden, der junge Menschen bei solchen Projekten unterstützt“. „Die Präsentation von Angelina Behnke wurde sehr professionell vorbereitet“, erklärt Jan Hoffmann, Vertriebsleiter der medl GmbH. „Das Konzept passte einfach perfekt zu unserem „medl-Starter-Tarif. Darüber hinaus sind wir immer an neuen und aussergewöhnlichen Eventideen interessiert, die das Leben in unserer Stadt positiv gestalten.“

Nicht nur die „medl“ war von der Idee begeistert, sondern auch die MST-Geschäftsführerin Inge Kammerichs. „Die Mädels haben wirklich tolle Arbeit geleistet. Eine Idee von Grund auf zu entwickeln ist mit viel Mühe verbunden und die Mädels haben alles aus sich heraus gemacht. Ich kam erst gegen Ende des Projekts damit in Berührung.“

Ruhrgebietsflair

Für die Auszubildenden ist auch die Atmosphäre bei der Veranstaltung wichtig. „Das Ruhrgebiet ist der rote Faden der Veranstaltung. Wir wollen durch typische Merkmale wie Bonbon-Tüten zu jeder Eintrittskarte, Livemusik und gemütlichen Sitzgelegenheiten wie Sofas und Sessel den Ruhrgebietsflair vermitteln“, erklärt Angelina Behnke. Für Inge Kammerichs ist der „medl Ruhr Slam – Dead or Alive“ auch eine Premiere. „Ich war selbst auch noch nie bei solch einer Veranstaltung und ich denke es wird ein sehr schöner Abend.“

Tickets gibt es im Vorverkauf für 10 Euro in der Touristinfo im Medienhaus, Synagogenplatz 3, oder unter Reservix. An der Abendkasse sind die Karten für 12 Euro erhältlich. 60 Tickets sind nach aktuellem Stand noch verfügbar.

Bei den Poetry-Slammern handelt es sich um Tobi Katze, Luca Swieter, Eric Jansen und Marius Hanke alias Zwergriese. Als Vertreter vergangener Epochen sind Ella Anschein, Rami Nammour, Marlen Lang und Ann-Kathrin Hickert. Robert Targan, selbst Poetry-Slammer, führt durch den Abend und Philipp Hemmelmann sorgt mit eigenen und gecoverten Songs auf Ukulele und Gitarre für eine musikalische Begrüssung, Pause und Verabschiedung.
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