Flüchtlinge werden mobiler

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(Foto: PR-Foto Köhring/SM)

Eine wunderbare Aktion haben die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Tengelmann initiiert. Und dafür viel Lob, aber ganz besonders viel Dankbarkeit bekommen.

In der Holding beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit ein Mitarbeiterteam mit dem Problem der vielen, vielen Flüchtlinge. Vorschläge aus der Belegschaft werden gesammelt, auf Durchführbarkeit geprüft und wenn machbar und sinnvoll, auch umgesetzt. Dieser Arbeitskreis, wie überhaupt alle Hilfsaktionen der Mitarbeiter, wird wohlwollend von der Unternehmensleitung gefördert und unterstützt.
Ein weiteres Projekt fand in den letzten Tagen auf dem Betriebsgelände an der Wissollstraße statt. Nach einem Aufruf an die Mitarbeiter, nicht mehr benötigte Fahrräder zu stiften, waren insgesamt elf „Drahtesel“ zusammen gekommen. Die Fahrräder wurden von der hauseigenen Werkstatt generalüberholt. Unter Aufsicht von Heinz Schindler, der dem ehrenamtlichen Helferkreis der Herz-Jesu-Gemeinde angehört, schwangen sich die zehn Teilnehmer auf die Sättel.

Starterpaket gestiftet

Unter der Anleitung von Polizeihauptkommissar (PHK) Stephan Boscheinen von der Verkehrsprävention und seinen Helfern Katharina Künzler (POKi) sowie Hans-Jürgen Ruhl (PHK) erhielten die Flüchtlinge die Grundlagen des Radfahrens und ein Fahrradtraining. POK Boscheinen: „Wir zeigen den Leuten worauf es ankommt.“ Unteranderem ist es auch empfehlenswert einen Fahrradhelm zu tragen. „Das ist keine Pflicht, macht aber viel Sinn.“ so Boscheinen. Darum erhielt jeder Radfahrer ein Startpaket, bestehend aus dem obligatorischen Helm, einem Fahrradschloss und Flickzeug für den Notfall erhalten. Überreicht wurde dieses Equipment von vier Holding-Azubis, die gemeinsam mit ihren Kollegen in der Vorweihnachtszeit Waffeln für die Mitarbeiter am Standort gebacken und so rund 540 € für den guten Zweck eingenommen hatten.

Große Dankbarkeit

Die Flüchtlinge stammen aus Syrien und Afghanistan. Sie haben alle erst wenig deutsche Spracherfahrung. Darum stand mit Frau Mahrou Marabi eine Dolmetscherin zur Verfügung. Sie übersetzte, was Hady Nasari, stellvertretend für alle zu sagen hatte. Nasari stammt aus Afghanistan, wohnt in einem von der Unternehmensgruppe Tengelmann als Wohnraum zur Verfügung gestellten Haus auf der Koloniestraße und lebt seit fünf Monaten in Deutschland. „Ich bin auch in Afghanistan schon Rad gefahren. Aber hier die Verkehrszeichen zu lernen ist gut. Ich werde eine Sprachschule besuchen und möchte dann im Sommer mit dem Rad Ausflüge machen.“ Heinz Schindler teilt dazu mit: „Die Fahrräder sind nicht persönliches Eigentum der jetzt Anwesenden, sondern werden der jeweiligen Unterkunft zur Verfügung gestellt. Dadurch sollen möglichst viel Flüchtlinge mobil werden.“
Hady Nasari hat dann noch den Wunsch sich mitzuteilen: „Ich habe bisher nur gute Erfahrungen in Deutschland gemacht. Die Leute hier sind sehr hilfsbereit. Mich erfüllt große Dankbarkeit.“
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