Frauen nähen „Ecobags“ im Jugendzentrum Stadtmitte

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Neun Frauen nähen gemeinsam Ecobags (Kochsäcke) im Jugendzentrum Eppinghoven.

Im Rahmen des Mülheimer Sprachprogramms „MUT – mitmachen und trauen“ ist mit „Ecobags“ ein neues temporäres Nähprojekt an den Start gegangen. Neun Frauen unterschiedlicher Herkunft treffen sich nun an fünf Terminen im Jugendzentrum Stadtmitte und nähen unter fachlicher Anleitung ihren eigenen „Ecobag“.

Aber was ist eigentlich ein „Ecobag“? Es handelt es sich hierbei um einen zeit- und energiesparenden Behälter aus zwei Baumwollstoffschichten, gefüllt mit geschrotetem Kork. Ursprünglich kommt der „Ecobag“ aus Afrika und ist hier unter dem Namen „Kochsack“ bekannt. Es funktioniert ganz einfach: Einmal aufgekochtes Essen wird samt Topf in den „Ecobag“ hinein gestellt und mit dem Deckel verschlossen.

Kochen im Ecobag

Durch die isolierende Korkfüllung können Lebensmittel darin gegart, oder über mehrere Stunden warm gehalten werden. So wird die Restwärme genutzt und der Energieverbrauch beim Kochen ist deutlich niedrigen, als wenn das Essen über längere Zeit auf dem Herd oder im Ofen gart. Das spart Geld und schont die Umwelt! „Die Idee ist super und man gewinnt viel Zeit dadurch! Ich muss nicht den ganzen Vormittag in der Küche stehen und es ist trotzdem alles fertig und immer noch warm, wenn die Kinder aus der Schule kommen“, freut sich Teilnehmerin Shala.

Gemeinsames Nähen schafft Kontakte und verbessert Sprachkenntnisse

Das Kooperationsprojekt von Stadtteilmanagement und Bildungsnetzwerk Eppinghofen und dem Jugendzentrum Stadtmitte verfolgt, neben der Vertiefung der Nähfertigkeiten der Frauen und der Erleichterung im Alltag, vor allem die Sprachförderung der Teilnehmerinnen. In netter Atmosphäre können so neue Kontakte geknüpft und bestehende Kontakte vertieft werden. Auf diesem Wege lernen die Frauen nebenbei die deutsche Sprache und können diese direkt anwenden und festigen. Dank der finanziellen Unterstützung des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und der Materialspenden, findet dieses Projekt für die Teilnehmerinnen kostenlos statt.
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