Neue Chefärztin am Evangelischen Krankenhaus Mülheim - Ex-Nationalschwimmerin Dr. Eva Kottenberg übernimmt

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Dr. Eva Kottenberg ist die neue Chefärztin die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Evangelischen Krankenhaus Mülheim. EKM. (Foto: EKM)
 
Im Evangelischen Krankenhaus Mülheim leitet Dr. Eva Kottenberg die Klinik Chefärztin die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerz-therapie. (Foto: Scherenstein)
Mülheim an der Ruhr: Evangelisches Krankenhaus |

Seit dem 1. November 2014 leitet die Privatdozentin Dr. Eva Kottenberg, als neue Chefärztin die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am EKM. Zuletzt als Geschäftsführende Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen tätig, löst sie Dr. Volker Eichhorn ab, der einem Ruf nach Halifax (Kanada) folgte, um an der dortigen Universitätsklinik einen Lehrstuhl zu übernehmen.



Was für Ziele und Umstrukturierungen oder auch Intensivierung von bereits vorhandenen Potenzialen haben Sie sich in Ihrer neuen Position vorgenommen?
„Eines meiner Ziele ist es, Berufsanfängern Sicherheit und Qualität durch eine strukturierte Facharztausbildung in den vier vielfältigen Säulen der Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie zu geben und qualifizierten Fachärzten danach einespezialisierte Weiterbildung durch Zusatzbezeichnungen wie ‚Anästhesiologische Intensivmedizin‘, ‚Spezielle Schmerzmedizin‘, ‚Notfallmedizin‘ oder ‚Palliativmedizin‘ zu ermöglichen: ‚Ich sage meinen Kollegen immer: Bei uns in der Anästhesie sitzen Sie in der ersten Reihe, andere operative Disziplinen live und hautnah zu erleben, um dann hoffentlich doch bei dem faszinierenden Fach Anästhesie zu bleiben.‘ Ein weiteres Ziel ergibt sich für mich aus dem Selbstverständnis meiner Funktion heraus, unsere Patienten von der Prämedikation bis zur Entlassung zu begleiten. Es ist mir sehr wichtig, hier als Beziehungsmanagerin zu unseren Patienten, aber auch zu unseren Operateuren zu fungieren und damit Sicherheit und Vertrauen zu schaffen.“

"Ich will als Beziehungsmanagerin zu unseren Patienten fungieren." Dr. Eva Kottenberg


Sie leiten die Abteilungen für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie – gibt es Überschneidungen und was macht jede einzelne so reizvoll für Sie?
„Ich schätze an meinem Fach die Vielfalt der vier Säulen Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Der Anästhesist ist vom ‚Betäuber im OP‘ zum ‚Perioperativen Mediziner‘ avanciert.
Ich sehe mich defintiv nicht nur als reinen Spezialisten für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerztherapie, sondern auch als eine dem gesamten Evangelisches Krankenhaus Mülheim verantwortliche Teamplayerin. Dazu gehört es, Behandlungskonzepte zu verwirklichen und damit auch Verantwortung für das Ganze zu übernehmen.“

"Sport war für mich immer sehr wichtig. In den 1980er-Jahren war ich neben Michael Groß Mitglied der Schwimm-Nationalmannschaft." Dr. Eva Kottenberg


Wie entspannen Sie nach Feierabend und den vielfältigen, anspruchsvollen Aufgaben im Ev. Krankenhaus Mülheim?
„Sport war für mich schon immer sehr wichtig. Meine Jugend war geprägt durch den Leistungssport Schwimmen. In den 80er-Jahren wurde ich in die Deutsche Nationalmannschaft berufen zu Zeiten von Michael Groß, es war eine tolle Zeit. Seitdem sind beinahe 25 Jahre vergangen, und ich habe vom Schwimmen übers Joggen aufs Pferd umgesattelt. Ich lebe mit meinem Lebensgefährten in einem restaurierten Bauernhof meines Urgroßvaters und wir versorgen dort zwei Pferde, einen Hund und zwei Katzen. Da muss halt auch täglich der Stall ausgemistet werden, und das macht mir den Kopf frei.“

"Ich bin ein Kind des Reviers." Dr. Eva Kottenberg


Erzählen Sie noch ein bisschen über sich und Ihren beruflichen Werdegang.
„Ich bin jetzt 44 Jahre alt, gebürtige Duisburgerin und habe mein ganzes Leben hier verbracht, ich bin ein begeistertes Ruhrpottkind. Studiert und promoviert habe ich an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. 1996 habe ich dann meine Ausbildung an der Uniklinik in Essen begonnen und dort fünf Jahre später, 2001, meine Facharztausbildung abgeschlossen. Danach habe ich zunächst oberärztlich alle anästhesiologischen Bereiche geleitet. Im Mai 2002 folgte der Erwerb des europäischen Diploms, anschließend der Erwerb der fakultativen Weiterbildung in der speziellen Intensivmedizin sowie im Mai 2003 der Erwerb der Qualifikation als Transfusionsverantwortliche und Leiterin eines Blutdepots und 2012 die Ausbildung zur Leitenden Notärztin. Zusätzliche berufsbegleitende Zusatzqualifikationen in der Schmerztherapie, in der Palliativmedizin, im Neuromonitoring und in der transösophagealen Echokardiographie runden mein klinisches Profil ab. Seit 2004 habe ich die Anästhesiefunktionsbereiche Thorax- und Kardiovaskuläre Chirurgie und Kardiologie geleitet, seit 2009 hatte ich die Position und Funktion der Geschäftsführenden Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Uniklinikum in Essen inne.

Habilitiert mit dem Thema: Klinische, experimentelle und ökonomische Untersuchungen bei speziellen kardiovaskulären Interventionen und Erkrankungen


2009 habilitierte ich an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit dem Thema: „Klinische, experimentelle und ökonomische Untersuchungen bei speziellen kardiovaskulären Interventionen und Erkrankungen“. Wissenschaftliche Schwerpunkte seitdem sind weiterhin die klinische Herz-Kreislaufforschung und das Neuromonitoring.
Im November 2014 wurde mein Verfahren zur Erlangung der APL-Professur am Universitätsklinikum Essen eröffnet. Im Rahmen einer ‚Prozessoptimierung im Westdeutschen Herzzentrum‘, für das ein externes Krankenhausmanagement beschäftigt wurde, habe ich mich vermehrt mit betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten, OP-Ablauforganisation, OP-Management und Evangelisches Krankenhaus Mülheim Qualitätsmanagement beschäftigt, 2009 dann die Zusatzbezeichnung ‚Ärztliches Qualitätsmanagement‘ erworben.
2013 habe ich dann den berufsbegleitenden, vier-semestrigen Fernstudiengang zum ‚Master of Health Business Administration (MHBA)‘ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Thema der Masterarbeit ‚Prozessoptimierung im Operationssaal am Beispiel einer Klinik für Herzchirurgie‘ abgeschlossen.“
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