Paten für Kita- und Grundschulkinder gesucht

v.l.: Kirsten Herr, Beate Staudinger, Nadine Dobberstein, Christine Hepp. | Foto: Foto: PR-Foto Köhring/AK
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Wer Kindern den Übergang von der Kita zur Grundschule oder von der Grundschule in die Weiterführende Schule erleichtern möchte, sollte sich beim Centrum für bürgerschaftliches Engagement  (CBE) melden.

Paten für Viertklässler gesucht

Der nächste Vorbereitungstermin für Paten von Viertklässlern ist der 25. November, gefolgt vom Termin für die Kita-Kinder Ende November. Am Projekt „Junge Hüpfer“ sind 12 Kitas in Stadtmitte, Eppinghofen, Styrum und Speldorf beteiligt. Jetzt werden etwa 20 Paten für Kita-Kinder und Viertklässler gesucht.

Beate Staudinger, Leiterin des Familienzentrums Fiedelbär, weiß aus Erfahrung, dass Eltern mit vielen Kindern oft nicht die Zeit finden, jedes einzelne Kind auf den großen Wechsel in die Grundschule vorzubereiten. Mit einer 1:1 Begleitung, die sich einmal in der Woche mit einem Kita-Kind trifft, haben die Kinder einen enormen Entwicklungsschritt gemacht, so Beate Staudinger: „Eine individuelle Begleitung für jedes Kind, das können wir als Kita nicht leisten.“ Daher die Bitte, sich als Mülheimer Patin oder Pate beim CBE zu melden.

Übergang nach der Grundschule für viele Kinder belastend

Die Patenschaftsprojekte gehen in Mülheim ins dritte Jahr. CBE-Geschäftsführer Michael Schüring spricht von einem „sehr intensiven Ehrenamt“, da es heißt, sogenannte Übergangsbrüche zu überwinden. Damit sich Kinder nach diesen gravierenden Veränderungen schnell wieder fangen und in das gewohnte Leistungsniveau kommen, ist Unterstützung wichtig. Kirsten Heer ist Schulsozialarbeiterin an der Astrid Lidgren Schule: „Manchen 10-Jährigen macht der Übergang zur Weiterführenden Schule echte Sorgen.“ Sie stellen sich oft die Fragen, wie den Weg schaffen, wie neue Freunde finden. Patenschaften für die „School Jumper“ stärken die Kinder und unterstützen die Eltern. Heer: „Der Bedarf an Paten ist enorm gestiegen.“ Die etwa 22 derzeitigen Paten im Einsatz treffen die Viertklässler nur etwa zweimal im Monat. „Das kann man auch gut neben einem Vollzeitjob machen, ohne das eigene Privatleben einzuschränken.“

Männer und Frauen von jung bis älter als Paten geeignet
Gesucht werden sowohl Männer als auch Frauen. Die jüngste Patin ist 30 Jahre alt, der älteste Pate Mitte Siebzig. Gefördert wird das Projekt durch die Leonard-Stinnes-Stiftung, die auch für Unkosten aufkommt. „Man sollte aber auch kostenlose Unternehmungen mit den Kindern machen, dann können die Kinder auch dem Rest der Familien mal zeigen, wo sie mit ihren Paten gewesen sind,“ so Beate Staudinger.

Enger Kontakt mit dem CBE 
Michael Schüring: „Ein bis 1,5 Jahre sollten die ehrenamtlichen Paten schon dabei sein.“ Zuverlässigkeit und Mobilität sind Muss. Aber es gibt auch professionelle Begleitung. Schürings Mitarbeiterin Nadine Dobberstein: „Seminarangebote stehen zur Verfügung, Vorbereitungsgespräche finden statt.“ Das CBE stellt auch den ersten Kontakt zwischen Paten und den Kindern her. Patentreffen zum Austausch untereinander finden alle zwei Monate statt. Der enge Kontakt mit dem CBE wird gepflegt, weiß auch CBE-Projektleiterin Christine Hepp aus Erfahrung: Es gibt regelmäßige Gruppenausflüge mit allen Paten und Kindern. Voraussetzung für das Ehrenamt ist, sich gerne mit Kindern zu beschäftigen.

Autor:

Claudia Leyendecker aus Mülheim an der Ruhr

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