Schüler bauen Instrumente

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Unter Anleitung des Tischlermeisters Dirk Jungbluth (links) bauen Schüler der Max-Kölges - und der Rembergschule gemeinsam Percussionsinstrumente. (Foto: PR-Foto Köhring/KP)
„Buchstäblich in letzter Minute haben wir uns bei der SpardaSpendenWahl ‚Schulen gestalten Zukunft‘ beworben - einem Projektwettbewerb, in dem es um möglichst viele Online-Stimmen geht. Dass wir für unser Inklusionsprojekt ‚Shaker&Co‘ 500 Euro Preisgeld bekommen haben, hat uns begeistert“, sagen die beteiligten Schüler.

Und auch Günter Draken, Filialleiter der Sparda-Bank in Mülheim, ist stolz auf die Kreativität der hiesigen Schulen. „Im Rahmen der SpardaSpendenWahl wurden landesweit 100 spannende Schulprojekte gefördert. Davon sind fünf Schulen aus Mülheim.“
„Shaker und Co“ - das ist das Herstellen von Percussionsinstrumenten und Rasseln durch acht- bis zehnjährige Schüler der Rembergschule mit Unterstützung von Schülern der Max-Kölges-Schule aus den Jahrgangsstufen sieben und acht.
Nach dem Tunalelen-Projekt, das mit dem zweiten Platz des RWE Klimaschutz-Preises 2013 abgeschlossen hat, wollte Dirk Jungbluth, Tischlermeister und Gitarrenbauer aus Mülheim, auch im Herbst ein Schulprojekt anbieten. Da ihm aber weniger Freizeit zur Verfügung stand, durfte das Projekt nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
Da er von der Schulband der Rembergschule wusste, hatte Jungbluth die Idee, mit behinderten Schülern für die Band Percussionsinstrumente zu bauen.
Klassenlehrerin Andrea Strunk griff das Angebot begeistert auf. Da Jungbluth in früheren Projekten schon mit Schülern der Max-Kölges-Schule gearbeitet hatte, entstand in einem Vorgespräch die Idee, ein gemeinsames Projekt durchzuführen. Ältere Hauptschüler unterstützen dabei die jüngeren Förderschüler. Sechs Schüler aus den Klassen sieben und acht der Max Kölges Schule meldeten sich auf den Aufruf freiwillig und bekundeten ihr Interesse. Im November fand ein Kennenlernen statt, dem alle Beteiligten nervös entgegen fieberten.
In der ersten Bastelstunde bauten die Schüler aus leeren Konservendosen Rasseln. Die Dosen wurden mit verschiedenen Körnern gefüllt und wurden auf diese Weise zu sogenannten Handshakern.
Beim zweiten Treffen haben die Schüler aus Astgabeln, Metallstäben, Kronkorken, Kunststoff- und Holzperlen andere Rasseln gebaut.
Das Perkussioninstrument des drittenTreffens: Rasseln aus leeren Dosen mit Reis gefüllt und mit einem Holzstiel als Griff.
In den gemeinsamen Stunden wurde schnell deutlich, dass alle Schüler ohne Berührungsängste aufeinander zugingen. Die Hauptschüler unterstützten partnerschaftlich die jüngeren Rembergschüler beim Arbeiten.
Krönender Abschluss wird ein gemeinsames Konzert vom Chor der Max-Kölges Schule und der Schülerband der Rembergschule Ende Februar kommenden Jahres sein. Dort kommen die Percussioninstrumente dann zum Einsatz.
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