Willkommen in Mülheim (WiM) - feiert ersten Geburtstag

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Von Ruhrtext

Seit Tagen nimmt Reinhard Jehles, Gründer des Vereins „Willkommen in Mülheim“, nicht nur Glückwünsche, sondern auch Anrufe von Medienvertretern entgegen. Am Sonntag feierte WiM seinen ersten Geburtstag.

Gerade hat ein Fernsehteam, das für die Tagesthemen im Ersten gedreht hat, das Gelände in Saarn verlassen. „Meine Frau und meine Tochter betreuen eine Flüchtlingsfamilie. Insbesondere bei den Behördengängen haben sie den Familien geholfen. Eine davon hat im vergangenen Jahr eine eigene Wohnung bekommen und wir suchten Möbel. Ich habe eine Facebookseite ins Leben gerufen und dann entwickelte sich das ganze Projekt“, blickt Jehles zurück.

Warenhaus für Flüchtlinge ist nur ein Teil des Angebotes

Mittlerweile haben Reinhard Jehles und sein gewachsenes Team ein Warenhaus für Flüchtlinge an der Solinger Straße eröffnet. Es gibt Hilfstransporte in den Irak und in den Norden Syriens. Seit Anfang des Jahres werden vom „WiM“-Projekt außerdem Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Bootsfahrten und Feste organisiert, um die Menschen aus verschiedenen Kulturen hier vor Ort zusammenzubringen. Jehles: „Damit lassen sich in Mülheim Ängste abbauen - und das gilt für beide Seiten, also für die Fremden und die Mülheimer.“

Viele Flüchtlinge beteiligen sich am Programm

Die Flüchtlingsproblematik ist in Deutschland und in Europa allgegenwärtig. Ein friedliches Miteinander liegt Reinhard Jehles am Herzen: „Bei unserer Geburtstagsfeier haben sich auch viele Flüchtlinge am Programm beteiligt sowie für Kaffee, Kuchen und Speisen vom Grill gesorgt. Damit trugen sie zum Gelingen der Veranstaltung bei. Nicht nur für mich war die Feier ein großartiges Erlebnis. Es hat allen einen riesigen Spaß bereitet.“

WiM-Skulptur entworfen

Seit diesen Tagen gibt es eine WiM-Skulptur. Als Vorbild diente ein Denkmal, dass an das Schicksal vietnamesischer Flüchtlinge erinnert. Vor über 30 Jahren rettete Rupert Neudeck zehntausenden „Boat People“ aus Vietnam mit dem Schiff „Cap Anamur“ das Leben, indem er sie auf dem Chinesischen Meer aufnahm und nach Deutschland brachte. Rupert Neudeck, begeistert vom Mülheimer Flüchtlingsprojekt, und Reinhard Jehles hatten die Idee, diese Skulptur zu erschaffen. Jehles: „Die Skulptur könnte symbolisch für die Willkommens-Kultur in unserer Stadt stehen.“ Der Hafen in der City sei ein guter Standort dafür - hieß es. Ein schöner Platz, um Fremde und Gäste in der Stadt Mülheim willkommen zu heißen.Fotos: Joshua Belack
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