Zukunft des Sozialtickets: SPD-Fraktion sieht Landesregierung in der Pflicht

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Rodion Bakum

Um finanziell schwächer gestellten Menschen den Zugang zur Mobilität zu ermöglichen, wurde 2012 im VRR ein Sozialticket eingeführt. Gegen die Stimmen der SPD-Fraktion im VRR wurde der Preis für das Sozialticket um 6,3 % deutlich erhöht. Ab Januar 2018 kommen damit zusätzliche finanzielle Belastungen auf die Nutzerinnen und Nutzer des Tickets zu.

„Wir sprechen hier von Menschen, die am gesellschaftlichen Leben teilhaben möchten, es aber aufgrund fehlender Mittel nur begrenzt können. Für diese wurde 2012 das Sozialticket eingeführt, um den wichtigen Zugang zum ÖPNV zu gewährleisten. Die beschlossene Erhöhung gefährdet dieses Ziel in erheblicher Weise“, betont Rodion Bakum, sozialpolitischer Sprecher der Mülheimer SPD-Fraktion.
Auch weitere Fragen der Finanzierung bleiben ungeklärt: Während der finanzielle Aufwand auch durch die Erhöhung der Nutzerzahlen des Tickets steigen, bleiben die Zuschüsse des Landes gleich. Der verkehrspolitische Sprecher Daniel Mühlenfeld sieht die Verantwortung in Düsseldorf: „Die neue schwarz-gelbe Landesregierung muss an dieser Stelle dringend tätig werden. Eine Dynamisierung der Zuschüsse würde die Zukunft des Tickets sichern und dafür sorgen, dass massive Erhöhungen ausbleiben. Wir werden uns deshalb, gemeinsam mit weiteren SPD-Fraktionen im Ruhrgebiet, dafür einsetzen, dass mit der neuen Landesregierung nicht der Blick auf die sozial schwächer gestellten Bürgerinnen und Bürger verloren geht.“
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Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 10.07.2017 | 17:35  
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