Die MVG - Immer für ein Ärgernis gut

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Haute gute Laune und kein Ärgernis in Sicht?

Dann fahren Sie doch einfach mal innerhalb Mülheims mit öffentlichen Verkehrsmittels von A nach B, aber bitte das Lunchpaket nicht vergessen, da man immer wieder mit Fahrtausfällen und Verspätungen rechnen muss.

Seit der Fahrplanänderung vom 04.10.2015 funktioniert in Mülheim der öffentliche Nahverkehr noch schlechter als vorher, man sollte meinen, dies sei nicht möglich, es ist aber so.

Die neune Bahnen, die ab September auch auf der Linie 104 fahren sollten, kann man, ohne einen einzigen Fahrgast, ab ca. 22.00 Uhr fahren sehen, was für ältere Menschen, Menschen mit Gehbehinderung und Frauen mit Kinderwagen sehr sinnvoll ist.

Was Busse und Bahnen tagsüber an Verspätungen einfahren, holen sie abends wieder raus, gerade die Linie 104 fährt dann gerne 2 bis 3 Minuten ab Stadtmitte Richtung Essen früher ab als es der Fahrplan ausweist.

Bei den Buslinien sieht es nicht besser aus: Fährt man täglich mit der Linie 122, nimmt man sich für den Feierabend besser nichts vor, da man nie weiß, wann man an seiner Endhaltestelle ankommt.
Der Bus kommt gerne mit vier bis sieben Minuten Verspätung an, dann trödelt man sich so durch den Linienverlauf, dass bis zur Broicher Mitte schon fast 10 Minuten Verspätung draus werden.
Das ist aber auch kein Wunder, es steht ja viel interessantes in der BILD-Zeitung, die gerne nicht nur an Haltestellen und roten Ampeln, sondern auch während der Fahrt gelesen wird. Fahrgäste, die ein Ticket kaufen möchten, müssen sich schon gedulden, bis der Fahrer den Artikel zu Ende gelesen hat, bitteschön!!

Auch die Freundlichkeit des Personals lässt sehr zu wünschen übrig.
Ältere Menschen, die ihre Schwierigkeiten mit der Umstellung der Fahrpläne haben und verunsichert sind werden vom Fahrpersonal angepampt, als würde jede Information zusätzlich kosten.
Den härtesten Spruch habe ich vor längerer Zeit von einem Fahrer gehört: Ein älterer Herr beschwerte sich über die Verspätung, da meine der Fahrer: "Wenn Ihnen das nicht passt, kaufen Sie sich doch ein Fahrrad" !! Da ist mir glatt der Kitt aus der Brille gefallen.

Vielleicht sollte die MVG die ständig steigenden Fahrpreise nicht in neue Fahrzeuge (das bringt ja eh nichts), sondern das Geld lieber in Kurse für die Mitarbeiter investieren (z. B. Kunden orientiertes Verhalten).
Dann wäre in Zukunft, wenn die Busse und Bahnen nicht fahren, ausfallen oder zur früh abfahren, die Information des Personals wenigstens etwas freundlicher (hoffentlich!).

Ich weiß, das dieser Artikel nichts verändern wird, es tat aber mal gut, sich den Ärge3r von der Seele zu schreiben.

G. Otterburg
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