Wierling schwimmt DM-Rekord: „Die Zeit konnte ich erst gar nicht realisieren“

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Damian Wierling nach seinem deutschen Rekord über 50 Meter Freistil (Foto: Foto: SG Essen)
Von RuhrText

Große Hoffnungen auf die Teilnahme an den olympischen Spielen darf sich der Mülheimer Schwimmer Damian Wierling (20) machen. Bei der deutschen Meisterschaft in Berlin kürte sich der für die SG Essen startende Athlet zweimal zum Meister und brach überdies einen acht Jahre alten deutschen Rekord über 50 Meter Freistil.

Wie viele Interviews mussten Sie in den letzten Tagen führen?
Schon einige, das war schon relativ ungewohnt. Nach meinem deutschen Rekord war das Interesse schon spürbar größer. Es war natürlich nicht schlimm und ich habe mit vielen Zeitungen gesprochen aber irgendwann ist man schon etwas müde.

Bevor Sie nach Berlin gefahren sind, hätten Sie sich da ein solches Abschneiden erträumen lassen?
Nein, das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Die Olympia-Qualifikation war eigentlich nur für die 100-Meter-Freistil-Staffel ein Thema. Nachdem ich mir dann über 100 Meter Freistil schon eine gute Position erschwommen hatte, bin ich ganz entspannt an den 50-Meter-Start gegangen.

Und dann kam der deutsche Rekord. Ab wann merkt man, dass es ein gutes Rennen wird?
Ich hatte schon das Gefühl, dass ich gut liege, dass ich guten Druck auf dem Wasser hatte. Aber die Zeit konnte ich erst gar nicht realisieren. Es stand zwar auf der Anzeigetafel aber ich dachte, das mit dem Rekord wäre ein Fehler. Ein Freund hat es mir aber dann bestätigt.

Nun stehen auch die Chancen auf die Olympia-Teilnahme bestens. Wie ist dort das weitere Verfahren?
Ich stehe jetzt auf der Longlist des DSV. Für die finale Nominierung muss ich noch einmal eine Vorlauf- und eine Finalnorm schaffen. Die Chance dazu habe ich entweder bei der Mare Nostrum Tour oder bei den German Open. Ich hoffe, dass ich die Zeiten noch einmal bestätigen kann.

Zweifel bestehen also nicht mehr?
Ich habe jedenfalls noch keinen Urlaub zu der Zeit genommen. Die endgültige Nominierung gibt der Deutsche Olympische Sportbund aber erst am 12. Juli bekannt. Am 13. Juli ist die Einkleidung für alle Olympia-Starter und ab dem 18. Juli ein Trainingslager in Florianopolis.
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