Messerstecher von Polizist erschossen

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Ein tragischer Zwischenfall, bei dem ein Mann ums Leben gekommen ist, ereignete sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Polizeipräsidium am Friedensplatz

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Den Erkenntnissen nach ist das 39-jährige Opfer im Vorraum zur Wache mit einem sich dort ebenfalls aufhaltenden Paar, 19 und 21 Jahre alt, in Streit geraten. Warum es zu diesem Streit kam und ob möglicherweise Alkohol im Spiel war, konnte jedoch bisher noch nicht geklärt werden.
Im Zuge der Auseinandersetzung jedenfalls, hatte der 39-Jährige zu einem Messer gegriffen und mehrfach auf den 21-jährigen Mann eingestochen.
Die anwesenden Polizisten versuchten sofort, den Messerstecher zu überwältigen und hatten ihn auch mehrfach verbal aufgefordert, das Messer fallen zu lassen. Als der Mann mit der Stichwaffe auf die Beamten los ging, hat einer der Polizisten zur Waffe gegriffen und geschossen. Dabei ist der Mann so schwer verletzt worden, dass Reaminamtionsmaßnahmen eines Arztes, der sich zufällig wegen eines anderen Falls im Präsidium befunden hat, ihn nicht mehr retten konnten. Der Mann ist an den Schussverletzungen gestorben.

Mit den Ermittlungen ist die Essener Polizeibehörde beauftragt. Wie Polizeisprecher Lars Lindemann erläutert, ist das gängige Praxis, dass Essen bei schweren Körperverletzungs-, Tötungs- oder auch Staatsschutzdelikten, die im hiesigen Stadtgebiet passieren, „zur Wahrung der Neutralität“ ermittelt.
Den bisherigen Erkenntnissen nach, so Lindemann, kannten sich die drei Personen nicht. Die Frage, in wie weit die junge Frau, die Zeugin des Vorfalls ist, vernehmungsfähig ist, konnte am Mittwochmorgen auch noch nicht beantwortet werden. Ebenso ob die zur Tatzeit eingeteilten Polizeikollegen in der Wache etwas zum Tathergang schildern können: „Sie erhalten psychologische Betreuung durch ein Interventionsteam“, erklärte Polizeisprecher Lindemann.
Für den 21-jährigen Mann, der mehrere Stichverletzungen erlitten hat, besteht keine Lebensgefahr.
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