Ideen für die City sammeln

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Gibt es weitere Nutzungsmöglichkeiten für den City-Kaufhof? Foto: Vorholt

Zu einem langen und diskussionsreichen Abend konnte der SPD Ortsverein Oberhausen-Mitte mit der City-Managerin Astrid Schöpker und Axel J. Scherer, Dozent der Freien Universität Oberhausen, zwei ausgewiesene Experten zum Thema Innenstadt zu seiner Mitgliederversammlung begrüßen. An diesem Abend war nicht zuhören, sondern mitmachen gefragt. In einem Markt der Möglichkeiten entstanden viele neue Ideen zu den Themen Wohnen, Dienstleistung, Kultur, Einkaufen, Leben, Arbeiten und Erleben in der City.

Es wurde eine ganz Palette an Ideen entwickelt, zum Beispiel die Ansiedlung von Studenten-, Azubi- und Schwesternwohnheimen, eine innovative Nahverkehrsstruktur (Bürgerbus), ein interkulturelles Suppenfest, ein kulturelles Zentrum als Treffpunkt für alle oder die Ansiedlung weiterer Behörden zentral an der Marktstraße.
So könnte man das Stadtteilbüro Projekt-TeamCity mit dem Fassaden- und Innenhofprogramm, die Ausgabe von Gelben Säcken, die Ansiedlung des Kulturbüros, das Angebot von zusätzlichen Sprechstunden der Verwaltung bzw. der Bezirksvertretung gemeinsam unter einen Hut bringen. „Eine Anlauf- und Beratungsstelle für alle Bürger“, fasste Axel Scherer die Idee zusammen.
Einen Standort hierfür hat die SPD-Mitte mit dem Kaufhof im Blick. „Er liegt zentral, wird nur wenig genutzt und darf nicht länger die weiteren Entwicklungen in der Innenstadt blockieren. Die Stadt kann hier handeln und soll sich die Hilfestellung vom Land über NRW.URBAN holen. Ob Land, ob Stadt, oder beide gemeinsam, ein Kauf ist eine gangbare Möglichkeit die Innenstadt in den nächsten Jahren zu beleben. Das wäre das Signal für einen Aufbruch für die ganze Innenstadt“, so Arturo de la Vega Mitglied des Ortsvereins.
„Der Kauf des Kaufhofes mit einem entsprechenden Entwicklungskonzept wäre durchaus eine gute und denkbare Option für die Innenstadt“, so Stadtkämmerer Apostolos Tsalastras im Anschluss an die Veranstaltung.
Inhaltlich muss vor allem die Sozialstruktur der Innenstadt zukünftig im Vordergrund stehen, so zum Beispiel durch eine konzeptionelle Weiterentwicklung des neuen Jugendzentrums place2be. „Hier muss der Fokus klar auf die Arbeit mit sozial benachteiligten Jugendlichen liegen“, so Axel J. Scherer, der sich in seinem Referat auch mit der Frage von Verantwortlichkeiten in der City beschäftigt hat.
„Eines ist uns ebenfalls ganz klar geworden: Mit Frau Schöpker hat die Stadt die absolut richtige junge Frau mit frischen Ideen gefunden. Aber man muss ihr jetzt auch den Freiraum für deren Umsetzung geben. Deshalb wollen wir hier von der Verwaltung die Zusage, dass ihre Position gestärkt und im Sinne einer modernen Teamarbeit mit anderen vorhandenen Kräften verzahnt und deren Aufgabengebiete klar definiert werden.“
„Nur Klagen hilft ja nicht weiter“ so der Ortsvereinsvorsitzende Andreas Schröder. „Wir müssen die City neu denken und wir wollen die City neu denken“, so die Genossen des Ortsvereins während der Veranstaltung. "Der Abend hat uns gezeigt, dass wir viele Ideen haben, die wir in den kommenden Wochen und Monaten weiterentwickeln wollen. Unser Ziel ist ein langfristiges Konzept, dass unsere Innenstadt als Kreativdreieck mit klarem Profil als Geschäftszentrum mit einmaligen regionalen und speziellen überregionalen Angeboten und attraktivem Wohnumfeld weiterentwickelt." Und: „Man kann auch sagen: kreativer, bunter, jünger, attraktiver“, so die Citymanagerin Astrid Schöpker.
Eins stellten alle Genossen am Ende der Veranstaltung fest: Es hat Spaß gemacht, eine Ideenbörse zu entwickeln. Jetzt gehe es an die weitere Entwicklung und Konzeption der Ideen und danach an die Umsetzung.
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