XXXL Rück: Desinformationskampagne im Wochenanzeiger Oberhausen

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Plakat auf der Demo von KollegInnen von Rück am 4. Oktober 2015.
Nicht nur in der Oberhausener Presse sind immer wieder Beiträge zu lesen, in denen die fragwürdige Unternehmenspraxis der XXXLutz-Gruppe thematisiert wird. Von der Moderation wegen falscher Tatsachenbehauptung editierter Bereich.

Am 15. Juli 2016 hat die Gewerkschaft verdi die BürgerInnen zum Boykott des Möbelhauses Rück aufgerufen: „Wir fordern Sie auf, Ihren Einkauf bei XXXL Rück so lange einzustellen, bis XXXL Rück die Verfahren vor dem Landesarbeitsgericht zurückzieht, beziehungsweise diese im Interesse der Arbeitnehmer beendet sind“, heißt es darin. Verdi fordert dabei Stadtspitze und Politik auf, bei der Entscheidung über die Ansiedlung von XXXL Rück am Centro „auch das Verhalten von XXXL Rück gegenüber den ehemaligen Beschäftigten zu berücksichtigen“.

Fast zeitgleich hat XXXL Rück im Wochenanzeiger Oberhausen eine Werbekampagne gestartet. Von der Moderation wegen falscher Tatsachenbehauptung editierter Bereich. Mittlerweile sind vier Folgen einer Serie von Anzeigen erschienen.

In der ersten Folge wird scheinbar der Sprecher der Geschäftsleitung, Helmuth Götz, zum geplanten Umzug des Unternehmens in die Nähe des Centros interviewt. In diesem „Interview“ vermittelt er den LeserInnen, warum die vielen KollegInnen von Möbel Rück leider entlassen werden mussten. Von der Moderation wegen falscher Tatsachenbehauptung editierter Bereich. Die LeserInnen „erfahren“, dass XXXL Rück hervorragenden Service bietet, die Beschäftigten vorbildlich entlohnt und obendrein Steuern zahlt – sogar in Oberhausen ...

Die Folge 2 eine Woche darauf beschäftigt sich ausführlich mit dem „einzigartigen Angebot“ von XXXL und weist dabei erneut auf die gute Bezahlung der Beschäftigten hin. Die geneigte Leserin muss sich fragen, warum eine Gewerkschaft dieses mustergültige Unternehmen angreift. Wer dem Boykottaufruf von verdi folgt, scheint sich außerdem ins eigene Fleisch zu schneiden, weil er oder sie scheinbar grundlos auf das großartige Angebot des Möbelhändlers verzichtet.

In Folge 3 müssen die KollegInnen von Rück selbst mit Bild und Namen für die Zwecke von XXXL herhalten. In dem „Artikel“ wird die derzeitige Belegschaft in den höchsten Tönen gelobt. Verkaufsleiter Carsten König schildert ausführlich seinen beruflichen Werdegang bei Rück und bewirbt die hervorragenden Möglichkeiten, die XXXL seinen Auszubildenden bietet. Zumindest wird der Eindruck erweckt, dass er es tut.

In Folge 4 schließlich fällt die Betriebsratsvorsitzende des ebenfalls Anfang 2014 übernommenen Möbelhauses XXXL Kröger, Kerstin Hüttner, ihren KollegInnen aus Oberhausen, die um ihren Arbeitsplatz und um die Einhaltung gesetzlich oder tariflich garantierter Standards kämpfen, kräftig in den Rücken. In einem „Interview“ schildert sie, wie sie die Übernahme des Möbelhauses Kröger durch XXXL erlebt haben will: Alles sei besser geworden, sowohl für die KundInnen als auch für die Beschäftigten. Wer mit der Geschäftsleitung Probleme habe, sei einfach nur unfähig, zu verhandeln. Von dem Verhandlungsgeschick des Essener Betriebsrates sollen auch die KollegInnen in Oberhausen profitieren. Die mit einem untauglichen Betriebsrat geschlagen sind, wie mensch zwischen den Zeilen lesen kann.

Von der Moderation wegen falscher Tatsachenbehauptung editierter Bereich.

Wer Informationen über die Methoden von XXXL Rück bzw. der XXXLutz-Gruppe haben möchte, kann sie z. B. bei AKUWILL oder bei bei Work Watch finden.
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