Zukunft der St. Michael-Hauptschule

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Archivfoto: Vorholt

Oberhausen. Starke Irritationen beherrschten am vergangenen Donnerstag das Treffen des Bürgerforums Oberhausen-Ost. Irritationen um die Ideen und Planungen rund den Bau eines Stadtteilzentrums Oberhausen-Ost auf dem Gelände der ehemaligen St. Michael-Hauptschule.

Zum Hintergrund: Am 3. November stellten Vertreter des Forums das Projekt in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen vor und erhielten fraktionsübergreifend Applaus und viel Zustimmung. In der Zwischenzeit wurde ein interfraktioneller Antrag zum Bau eines Stadtteilzentrums ausgearbeitet. Der sollte am Mittwoch bei der jüngsten Sitzung der BV eingebracht werden. Mittlerweile war aber der Antrag von der Verwaltungsspitze der Stadt geprüft worden. Oberbürgermeister Daniel Schranz hatte mit Blick auf das Volumen und die Tragweite des Projektes Zweifel an der Zuständigkeit der Bezirksvertretung. Die Prüfung durch Rechtsdezernent Frank Motschull bestätigte diese Einschätzung, zuständig sei in diesem Fall der Rat der Stadt.
Der Antrag ist in seiner Form rechtlich nicht möglich. Die Bezirksvertretung ist laut Verwaltungsspitze nicht befugt, derartige Entscheidungen zu treffen. Dies teilte Motschull am Mittwoch den Mitgliedern der BV mit. Nachdem sich zunächst die Vertreter der CDU von dem interfraktionellen Antrag distanzierten, wurde der Antrag am Ende komplett zurückgezogen.

Frage nach der Zuständigkeit

Womit das Projekt an sich ja nicht "gestorben" ist. In der nächsten Sitzung der BV am 15. März soll ein so genannter Prüfauftrag an die Verwaltung vergeben werden. Gleichzeitig will das Forum auf die zuständigen Politiker zugehen und im Rat um Unterstützung für das Projekt bitten. "Wir haben im Forum als Bürgervertreter viel Unterstützung für dieses Projekt erfahren. Wir versuchen, ein Ohr für die Bürger zu haben und erfahren jetzt Hürden", drückt Hannes Schlaghecke fürs Forum die aktuelle Stimmung der Enttäuschung aus. Das Forum brachte am Donnerstag nochmals einstimmig zum Ausdruck, dass man auf dem St. Michael-Gelände ein Stadtteilzentrum schaffen will.

Rat oder Bezirksvertretung

Oberbürgermeister Daniel Schranz erläuterte gegenüber dem WA, dass es aber noch anderweitige Überlegungen zur zukünftigen Nutzung des Schulgeländes gebe. Die Zahl der Schulabgänger im Bereich der 6. Klasse ist hoch und es zeichne sich diesbezüglich keine Abschwächung ab. Diese Schüler würden noch von Gesamtschulen aufgefangen, deren Kapazitäten aber längst an Grenzen stießen. Die Verwaltung plane daher Alternativen, so dass die St. Michael-Schule möglicherweise bald wieder als Schule eben für diese Schüler genutzt werden könnte. Als Alternative dafür steht auch noch die Hauptschule Alstaden im Raum.
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