Matip gegen Matip „auf Schalke“

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Im DFB-Pokal gegen Mönchengladbach verschuldete Joel Matip (r.) das 0:1. Gelingt ihm in der Partie gegen seinen Bruder und den FC Ingolstadt Wiedergutmachung? (Foto: Gerd Kaemper)

Am 11. Spieltag könnte der FC Bayern München einen Uralt-Rekord knacken. Wenn der S04 am Samstag Aufsteiger Ingolstadt empfängt, kommt es zum Bruder-Duell. Und Dortmund muss beim wiedererstarkten Werder Bremen antreten.

Sie kannten den Familiennamen Matip bisher nur wegen Schalke-Verteidiger Joel Matip? Dann dürften Sie spätestens Samstagnachmittag schlauer sein, wenn der FC Schalke 04 in der heimischen Arena den Aufsteiger FC Ingolstadt empfängt. Denn Joels älterer Bruder Marvin spielt beim FCI. Einmal standen beide gemeinsam für die Nationalmannschaft Kameruns auf dem Feld. Samstag (15.30 Uhr) kommt es erstmals zum Bruder-Duell. „Die Familie macht sich schon länger viele Gedanken darüber, ob sie jubeln dürfen, falls der eine ein Tor schießt und der andere dadurch ein Gegentor kassiert“, sagte Joel Matip kürzlich. Beide tauschen sich regelmäßig aus, wenngleich in dieser Woche wohl nicht über Taktik gesprochen wurde. Die Familie, die in Bochum wohnt, wird morgen im Stadion anwesend sein. Aus sportlicher Sicht stehen die Königsblauen unter Druck. Zuletzt spielte Schalke Unentschieden gegen Prag (2:2) und verlor sowohl in der Bundesliga (1:3) als auch im DFB-Pokal (0:2) gegen Borussia Mönchengladbach. Und im November heißen die Gegner Dortmund, Bayern und Leverkusen. Die „Schanzer“ sind allerdings nicht zu unterschätzen, sind sie doch schließlich das drittstärkste Auswärtsteam der Liga.

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Wesentlich stärker ist (natürlich) der FC Bayern München, der in der Liga bislang alle Spiele gewonnen hat. Heute Abend eröffnet der Deutsche Rekordmeister den 11. Spieltag mit dem Gast-Spiel in Frankfurt bei der Eintracht. Gewinnt der FCB auch das elfte Spiel in Folge, würde er einen 55 Jahre alten Rekord einstellen. Bislang schaffte nämlich nur ein Verein aus den europäischen Top-Ligen in England, Spanien, Italien und Frankreich elf Siege zum Saisonstart. 1960 schaffte das Tottenham Hotspur. Dennoch warnt Trainer Pep Guardiola: „Meine Spieler lesen jeden Tag: Wir sind Meister, Pokalsieger, Champions-League-Sieger, alles ist einfach, wir sind viel besser, wir sind schön, wir sind Wahnsinn. Ich muss dann sagen: Achtung! Achtung! Achtung!“, so Guardiola. Für ihn als Coach sei es „das Schwierigste“, seine Spieler zu überzeugen: „Wir sind noch nicht Pokalsieger, nicht Deutscher Meister, nicht Champions-League-Sieger. Wir sind erst im Oktober", sagte Guardiola. Verzichten muss der Trainer in Frankfurt auf Juan Bernat, Mario Götze, Franck Ribéry, Sebastian Rode und Holger Badstuber.

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Solche Luxusprobleme hat der BVB nicht, wenngleich der 7:1-Erfolg im DFB-Pokal unter der Woche gegen den Zweitligisten SC Paderborn mehr als nur beeindruckend war. Dortmund-Trainer Thomas Tuchel konnte gar nicht anders und musste zugeben, dass tatsächlich „alles prima“ gewesen sei und nichts zu beanstanden gäbe. Lässt der BVB auch in Bremen (Samstag, 15.30 Uhr) seine Muskeln spielen? Werder ist nach fünf Liga-Spielen ohne Punkt wieder in der Spur. Erst gelang in Mainz vor einer Woche ein 3:1-Auswärtserfolg, ehe die Skripnik-Elf unter der Woche im Pokal den 1. FC Köln mit 1:0 ausschaltete. Ohne Gegentor war Bremen bislang nur einmal in dieser Saison geblieben: In der ersten Runde des DFB-Pokals beim 2:0-Sieg beim Drittligisten Würzburg Kickers.

Mit Huub Stevens ist ein altes, neues Gesicht ab diesem Wochenende wieder öfter in der Bundesliga zu bestaunen. Stevens, der zuletzt im sportlichen Beirat des S04 aktiv war, hat bei der TSG Hoffenheim den entlassenen Markus Gisdol ersetzt. Pikant: Gisdol war zu Schalker Zeiten noch Co-Trainer unter Stevens. Der wird in Sinsheim nur eine Saison bleiben, ehe er vom 28-Jährigen (!) Julian Nagelsmann ab kommenden Sommer abgelöst wird. Stevens tritt mit Hoffenheim auch gleich bei seinem Ex-Verein Köln an.

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Der 11. Spieltag in der Übersicht:
Eintracht Frankfurt - FC Bayern (Fr.)
Schalke 04 - FC Ingolstadt
FC Augsburg - Mainz 05
Werder Bremen - Borussia Dortmund
1. FC Köln - TSG Hoffenheim
Hertha BSC - Borussia Mönchengladbach
VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen (alle Sa.)
VfB Stuttgart - SV Darmstadt 98
Hamburger SV - Hannover 96 (beide So.)
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1 Kommentar
2.110
Robert Giebler aus Gladbeck | 30.10.2015 | 13:32  
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