40 Jahre Frühförderung - Großes Lob beim Festakt

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Die Mitarbeiter der Frühförderung. Foto: PR
Dem gesunden Aufwachsen von Kindern wird im Kreis Mettmann ein hoher Stellenwert beigemessen. Unter den 90 Gästen beim bunten Festakt anlässlich des 40 jährigen Jubiläums der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung waren viele Förderer und Freunde dabei.

Festredner Landrat Thomas Hendele und der Ratinger Bürgermeister Klaus Pesch dazu: ,,Die Geburtsstunde der Frühförderung im Jahr 1976 hatte das Ziel, drohende oder bereits eingetretene Behinderungen so früh wie möglich zu erkennen und das Kind durch ganzheitliche Förder- und Behandlungsmaßnahmen in seiner Entwicklung zu unterstützen. Die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Kreisvereinigung Mettmann gab damals den Anstoß dazu. Wir bedanken uns ausdrücklich für das jahrzehntelange Engagement und diese professionelle Arbeit“.

Aus der ursprünglich einen Förderstelle der Lebenshilfe mit der Anlaufstelle in Ratingen sind in den 40 Jahren drei Anlaufstellen für die Familien in sieben Städten des Kreises erwachsen. Neben der Lebenshilfe unterhält der Kreis Mettmann seit 1982 zudem ein eigenes Frühförderzentrum für die drei Städte des Nordkreises (Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath) im Förderzentrum Velbert. Auf die Anfänge der hier bei der Lebenshilfe ins Leben gerufenen Förderung für Babys beziehungsweise Kleinkinder von null bis drei Jahren, schaute Bürgermeister Pesch zurück: „Jedes einzelne Kind in seinen Ressourcen zu fördern und die Eltern in ihren Bemühungen zu stärken, war damals und ist heute unser gemeinsames Ziel. Die Frühförderung wirkt nachhaltig und ist somit die wichtigste Förderung von Geburt an.“ Die elf Mitarbeiterinnen arbeiten mit 160 Kindern von null bis drei Jahren, manchmal auch leicht darüber. Die Frühförderstunden finden überwiegend zu Hause im gewohnten Umfeld statt. Die Personalkosten der elf Mitarbeiterinnen werden mit 450.000 Euro vom Kreis finanziert. Die Stadt Ratingen beteiligt sich finanziell an den Räumlichkeiten. Ohne Spenden und Förderer kommt die Frühförderung jedoch nicht aus: Hierzu gehören die Anschaffung von pädagogischen Materialien und Fachliteratur, aber auch Investitionen in zeitgemäße Technologien und Dokumentationssysteme.

Stefan Wickert ist Vater von drei Kindern, wobei die Jüngste die achtjährige Luisa mit Down-Syndrom ist. Er schildert sehr persönlich was passiert, wenn die Diagnose während der Schwangerschaft passiert: „Wir haben erst einmal einen schwarzen Tunnel gesehen. Die Ärzte haben uns gesagt, dass wir das Kind bis zur 30. Schwangerschaftswoche abtreiben können.“ Welches Glück Luisa für die ganze Familie bedeutet, schildert er mit vielen Fotos und Anekdoten. „Luisa weiß genau was sie will und ist eine große Bereicherung für uns und ihr gesamtes Umfeld.“
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