Ursula Fork feiert 90. Geburtstag - „DRK-Urgestein“ seit 72 Jahren aktiv in Wattenscheid

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Ehrung zum 70jährigen Dienstjubiläum im Jahr 2015 mit DRK-Präsident Thorsten Junker und Bezirksrotkeuzleiterin Meike Kaiser.
Bochum: DRK-Kreisverband Wattenscheid e.V. |

Am vergangenen Freitag feierte Ursula Fork aus Sevinghausen ihren 90. Geburtstag. Sie begann 1944 während des zweiten Weltkrieges ihre freiwillige Mitarbeit beim DRK; und ist diesem bis heute -auch wegen seiner sieben Grundsätze- sehr verbunden.


Mittlerweile 72 Dienstjahre beim DRK absolviert!


„Mein Helferinnenausbildung begann ich mit 43 anderen Freiwilligen in den Kellerräumen des DRK, und oben schlugen oftmals die Bomben ein. Mein erster Patient war dann ein Oberschlesier auf der Bochumer Straße in Wattenscheid, der seine Amputationsverletzung am Oberschenke gesäubert haben wollte. Ich war völlig überfordert, aber ich wollte halt helfen und dann ging es irgendwie. Mir war erst hinterher richtig bewußt, was ich genau gemacht habe, denn das tauchte im Lehrgang so nie auf.“ berichtet die Jubilarin anläßlich ihrer Jubilarfeier zur 70-jährigen Zugehörigkeit 2014 beim DRK. Damals wurde ihr die Ehrenurkunde -unterzeichnet von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters- im Rahmen einer Feierstunde überreicht . Ursula Fork ist bis heute die Ehrenamtliche mit der längsten Zugehörigkeitsdauer in Wattenscheid.

Sie erinnert sich noch gut an ihre englische Seife, denn auch Hygiene spielte damals schon -im Rahmen der Möglichkeiten- eine große Rolle. Das rosa Seifenstück diente quasi der Desinfektion. und auch die Riechampullen aus einem Feldlazarett hat sie in guter Erinnerung.

7 Grundsätze des Verbandes liegen Jubilarin immer am Herzen


Die sieben Rotkreuz-Grundsätze waren Uschi, so wird sie liebevoll genannt, immer sehr wichtig, gerade aus der Kriegszeit heraus. Dabei ging es ihr insbesondere um die Freiwillig- und Menschlichkeit, doch auch die Neutralität und Unabhängigkeit des DRK liegen der Rentnerin sehr am Herzen. Strikt getrennt nach Männern und Frauen erledigten die Ehrenamtlichen früher ihre Arbeit. Für viele Gäste der Geburtstagsfeier interessant, dass das DRK damals auch eine Grubenwehr vor Ort hatte.

Die Blutspende kennt sie aus der Anfangszeit 1954 in Wattenscheid. Für heute undenkbar ihre Aussage, dass pro Bett eine DRK-Helferin zugegen war, die u.a. die Glasflasche mit Blut schütteln musste, damit der rote Lebenssaft nicht gerinnt.
Bis heute ist das DRK ihr sehr wichtig und der Wattenscheider DRK-Präsident Thorsten Junker entgegnet stets auf ihren Einwand, sie könne seit Jahren nicht mehr aktiv mitwirken, dass sie in der Bevölkerung als Rotkreuzlerin wahrgenommen wird und stets als Repräsentantin und Multiplikatorin tätig wird, das sei eine wichtige Aufgabe!
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Peter van Rens aus Oberhausen | 05.04.2016 | 12:06  
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