„Willkommen im Fußball“ mit acht Vereinen in Bochum und Wattenscheid aktiv

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Mit dem VfL Bochum, dem kommunalen Integrationszentrum der Stadt Bochum und In Safe Hands e.V. startet das Programm „Willkommen im Fußball“ nun auch in Bochum. Das bundesweite Projekt ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport.
 
Gemeinsam wird zweimal wöchentlich auf der Platzanlage des FC Neuruhrort trainiert.

"Unser Ansatz ist der, dass wir ein offenes Angebot schaffen wollen, das nicht auf Leistung abzielt, sondern jeden mitnimmt", bringt Andreas Luthe, VfL-Profi und stellvertretender Vorsitzende von "In safe hands", die Zielsetzung des Willkommensbündnisses auf den Punkt.

Auf dem Sportplatz des FC Neuruhrort fiel nun der Startschuss zum sportlichen Programm des VfL Bochum, dem kommunalen Integrationszentrum der Stadt Bochum und "In safe hands e.V." für Flüchtlinge, an dem sich bisher acht Bochumer und Wattenscheider Amateurvereine beteiligen.
Das bundesweite Programm ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport, erleichtert den Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und unterstützt Integration und gesellschaftliches Miteinander. „Willkommen im Fußball“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die Bundesliga-Stiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Das Bochumer Willkommensbündnis hat es sich zum Ziel gesetzt, über die ganze Stadt verteilt ein offenes Fußballangebot für Flüchtlinge zu schaffen, das diese nutzen können, um Spaß, Teamgeist und neue Lebensfreude zu erfahren.


Netzwerk unterstützt die Vereinskooperation


Siegfried Schlott, Jugendtrainer beim FC Neuruhrort, freut sich über die große Beteiligung: "Wir trainieren hier mittwochs und freitags. Aktuell spielen rund 30 Flüchtlinge mit." Auf die Frage wie er sich mit den Flüchtlingen verschiedenster Nationalitäten verständigt, hat der Trainer auch direkt die passende Antwort: "Mein Schulenglisch ist schon etwas eingerostet, aber es funktioniert. Einige Flüchtlinge können Dank der Sprachkurse auch schon etwas Deutsch."

Sportlich auf dem richtigen Weg


Um die teilnehmenden Vereine zusammenzuführen, gibt es regelmäßige Netzwerktreffen, die den zielgerichteten Austausch ermöglichen. Dabei unterstützen die drei Bündnispartner die Vereine durch Kleidungs- und Materialpakete, stehen als Netzwerkpartner für Rückfragen zur Verfügung und initiieren die Qualifizierung von Geflüchteten zu Sportgruppenhelfern.
Auch Susanne Köllner vom Kommunalen Integrationszentrum Bochum zeigt sich vom neuen Bündnis begeistert: „Sport leistet einen wichtigen Anteil zur Integration geflüchteter Menschen. Sport und insbesondere Fußball ist international und braucht nicht viele Worte. Daher freue ich mich sehr, dass das Kommunale Integrationszentrum als Kooperationspartner zusammen mit dem VfL Bochum 1848 und "In safe hands e.V." im Projekt 'Willkommen im Fußball' die Amateurvereine in Bochum in ihrer Arbeit mit Geflüchteten maßgeblich unterstützen kann.“
Während des Trainings vor Ort ließ es sich Andreas Luthe nicht nehmen, auch den ein oder anderen Ball zu schießen. Er freut sich über die Offenheit der Vereine und begrüßt das Engagement: „Bei unseren 'In safe hands'-Torwarttagen haben wir bereits erlebt, welche Kraft der Fußball dabei entwickeln kann, Menschen zu verbinden. Wir freuen uns, acht Vereine gefunden zu haben, die die Idee unseres Bündnisses unterstützen und ein breites Netz an Fußballangeboten für Geflüchtete in Bochum aufspannen.”

Erstes Spiel Ende April


Trainer Siegfried Schlott freut sich schon jetzt auf einen ersten Schlagabtausch: "Wir werden am 24. April gegen FC Italia antreten. Außerdem planen wir auch ein Turnier mit allen acht Vereinen."
Das erste Spiel der Flüchtlingsmannschaften findet am Sonntag, 24. April, ab 15 Uhr auf der Platzanlage des FC Italia am Ümminger See statt. Das Bochumer Willkommensbündnis hat es sich zum Ziel gesetzt, über die ganze Stadt verteilt ein offenes Fußballangebot für Flüchtlinge zu schaffen.  "Willkommen im Fußball" setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus der Kooperation eines Clubs der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung begleitet die Willkommensbündnisse vor Ort und koordiniert die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Die Kooperationsvereine: AFC Bochum 90 e.V., FC Italia A.C.L.I. 77 Bochum e.V., FC Neuruhrort 1951 e.V., FSV Sevinghausen 1980 e.V., LfC Laer 06 Bochum e.V., SV Blau-Weiß Grümerbaum 1929 e.V., TuS Harpen 08/11 e.V. und Weitmar Genclerbirligi e.V.
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