Auf Tuchfühlung mit der Weseler Feuerwehr

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Erinnerungsfoto mit einem Feuerwehrmann für Bianca Siemens
Wesel: LVR-Wohnverbund Reitzensteinstraße |

Das sieht auf den ersten Blick richtig gefährlich aus. Der Feuerwehrwagen direkt vor der Eingangstür, Männer in Uniformen, manche mit Atemgeräten und drum herum aufgeregte Menschen. Kein Wunder, dass die ältere Dame, die ihre Tochter in dem Haus besuchen möchte, ganz aufgeregt fragt: „Frau Schulten, was ist passiert?“ Sonja Schulten kann den Gast beruhigen. „Nichts.“ Oder genauer gesagt, nichts Schlimmes, dafür etwas sehr Interessantes: Ein Tag der Begegnung mit der Feuerwehr im LVR-Wohnverbund Reitzensteinstraße am Samstagvormittag in Wesel.

Es gibt wahrscheinlich nur sehr wenige Menschen, die keine Angst vor Feuer haben. Um diese Angst ein wenig zu nehmen und zu zeigen, was bei einem Einsatz der Feuerwehr passiert, hatte sich das Team im LVR-Wohnverbund den „Tag der Begegnung“ zusammen mit der Feuerwehr Wesel ausgedacht. 24 Frauen und Männer mit den unterschiedlichsten Behinderungen leben in dem Haus des LVR-HPH-Netzes Niederrhein. Nicht alle sind so mobil, dass sie an diesem Morgen an der Aktion teilnehmen können, erklärt LVR-HPH-Mitarbeiterin Sonja Schulten.
Aber die, die neugierig auf den großen Platz vor der Haustür kommen, erleben einen spannenden Vormittag. Gleich mit zwei Fahrzeugen ist die hauptamtliche Dienstgruppe der Feuerwehr Wesel angerückt und zeigt, was mit diesen Fahrzeugen alles gemacht werden kann. Zum Beispiel hoch hinaus fahren, wenn der Korb und die große Leiter im Einsatz sind. Flutlicht hat die Truppe um Carsten Nienhaus auch im Gepäck, wer mag, kann das Licht mit einer überdimensionalen Fernbedienung anschalten. Ohne Wasser läuft gar nichts, Georg Feltes aus dem LVR-Wohnverbund darf sich im Löschen versuchen. Sein Kommentar: „Das ist wie mit einem Gartenschlauch.“ Mark Keurentjes traut sich sogar in den Feuerwehrwagen und Bianca Siemens will unbedingt ein Bild mit den Wehrmännern machen, die die Atemschutzgeräte angelegt haben und in diesem Aufzug an außerirdische Wesen erinnern. Den Vogel aber schießt Tayfun Dedeagili ab. Der junge Mann fragt und fragt, erfährt so, dass zum Beispiel die Ausrüstung mit Atemschutzgeräten und allem, was dazu gehört, 40 Kilo wiegt, dass Handschuhe und Kleidung eines Feuerwehrmannes extrem hohe Temperaturen aushalten und wie die Technik des Wagens funktioniert. „Feuerwehrmann zu sein, ist cool“, so sein Fazit nach diesem Vormittag.
Wird die Weseler Wehr auf Einsätze in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung besonders vorbereitet. Carsten Nienhaus erklärt, dass es auch gezielte Vorbereitungen gibt, wie beispielsweise Begehungen größerer Einrichtungen wie Kindergärten, Altenheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Grundsätzlich gilt allerdings: „Wenn es brennt und ein Mensch braucht Hilfe, dann ist es vollkommen egal, ob er eine Einschränkung hat oder nicht.“
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