Kriminalfälle im Kreis Wesel

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Renate Wirth und Thomas Hesse lesen aus ihren gemeinsamen Büchern vor.
 
Der Neue unter den Ermittlern zieht hier ein
Für mich sowohl als Leseratte als auch Krimifan ist es was Besonderes, einen Autoren live und in Farbe erleben zu dürfen.
Noch besser dabei ist es, wenn der Krimi in der näheren Umgebung spielt und sogar die Autoren dort leben.

Die berühmten Niederrhein-Krimi Autoren Thomas Hesse und Renate Wirth führten durch die Innenstadt von Wesel zu verschiedenen Schauplätzen ihrer Tiere-im-Titel-Krimis.

Start der Tour war der Große Markt, wo in „Die Eule“ ein Umzug ansteht. Der Neue im Ermittlerteam zieht ins oberste Geschoss des Hauses gleich neben dem Dom. Die Dachgaube seines neuen Domizils ist klar erkennbar. Im Haus ohne Aufzug warten Kisten über Kisten voller Bücher darauf, nach oben gebracht zu werden. Das neue Team ist ja hilfsbereit, aber …
Renate Wirth und Thomas Hesse lesen abwechselnd Passagen aus dem Buch vor.

Nun geht es zum Mathenakreuz. Zurückversetzt in die Zeit vor der neuen Fußgängerzone, als noch alte, hohe Kastanienbäume dort standen, wo die „Großstadt-Indianer“ über alles Mögliche und Unmögliche, vorrangig über drei Themen, 1. Fußball, 2. Fußball und 3. wieder Fußball, fachsimpeln. Vorgelesen wurde aus dem Buch „Die Elster“.

Nächster Schauplatz ist die Wedellstraße, vor dem ehemaligen Café Hülshorst, wo es nach Meinung der Zuhörer „die besten Wurstbrötchen“ und „den besten Pflaumenkuchen“ gab. Thomas Hesse liest aus seinem neuen Buch „Blutsgeschwister“ (erschienen Mai 2016) vor, das er im Alleingang (ohne Renate Wirth) geschrieben hat. Auch neu an diesem Buch sind die Schauplätze, die nicht nur im Kreis Wesel, sondern in Gesamt NRW liegen. Es geht um ein Wirtschaftsverbrechen.
Ferdi Fleischmann, „das Trüffelschwein unter den Reportern“ wie Hesse ihn beschreibt, spielt auch mit.

Weiter geht es zur Moltkestraße Nr. 8. Das Dienstgebäude des Forstamtes wurde von den Autoren ausgesucht, weil sie „ein gutes, bekanntes, verwinkeltes Gebäude mit Bunker mitten in der Stadt“ suchten. Hier kommt es zum Showdown in „Die Wölfin“. Da beide Autoren Katzenfreunde sind, taucht im Kommissariat eine Fundkatze auf, die mit zum Einsatz kommt. Sie wird sinnigerweise vom Ermittler Team Schimanski getauft.

Das Berliner Tor ist Schauplatz in mehreren Büchern des Autorenduos. Dort angekommen werden wir in den Weseler Winter versetzt und stellen uns die Eisfläche vor. Dort laufen die Kommissare Krafft und Burmeester Schlittschuh, als sie einen vorbeirauschenden Trenchcoat wahrnehmen, es ist Fleischmann… Es wurden Passagen aus „Die Wölfin“ vorgelesen.

An der Poppelbaumstraße/Ecke Baustraße, an der ehemaligen „Pfeifen-Ecke“, geht es in „Die Elster“ tief in die Vergangenheit Wesels. Der Caspar-Baur-Friedhof als Schauplatz sollte es eigentlich sein, doch um unsere Füße zu schonen, lesen die Autoren hier aus dem Buch vor.

Zurück zum Großen Markt schließt sich unser Kreis.
Am Eingang zur Tiefgarage wird aus „Die Spinne“ vorgelesen. Das titelgebende Exemplar ist keine Kreuzspinne, es ist eine handgroße, haarige Spinne, die gemeine Bananenspinne. Ihr Biss muss nicht zwangsläufig tödlich sein, aber in Verbindung mit einem anaphylaktischen Schock geht die Tendenz gen Exitus.
So geschehen in der Tiefgarage…

Sofort bekommt man Lust, weiteres Lesefutter zu verschlingen, Geduld ist bis zum 19. Oktober angesagt. Dann endlich! erscheint der neue Krimi „Das schwarze Schaf“ der beiden Krimiautoren vom Niederrhein.

Diese Führung zu Originalschauplätzen war sehr interessant und kurzweilig, hätte nach meinem Geschmack sogar länger dauern können als etwas über zwei Stunden. Sie ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Danke an die beiden Autoren.
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