Zeugen verfolgen Markt-Räuber von Lackhausen bis Feldmark und helfen so der Polizei

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"Herausragend" (O-Ton Polizei) verhielten sich gestern ein 21 Jahre alter Mann sowie eine 43-jährige Frau aus Wesel:

Dank der Meldung der beiden Zeugen konnte ein 34-jähriger Reeser vorläufig festgenommen werden, der im dringenden Tatverdacht steht, zuvor einen Getränkemarkt an der Julius-Leber-Straße überfallen zu haben.

Gegen 19.30 Uhr gab ein Unbekannter dort vor, Leergut einlösen zu wollen. Als der Angestellte daraufhin die Kasse öffnete, schubste der Tatverdächtige ihn beiseite und griff in die offene Kasse. Anschließend flüchtete er mit dem erbeuteten Bargeld.

Der 21-jährige Weseler befand sich zu diesem Zeitpunkt mit einem Fahrrad an der Kreuzung Holzweg / Emmericher Straße, als er sah, dass ein Unbekannter vom Parkplatz des Getränkemarktes gelaufen kam, gefolgt von zwei Angestellten die laut "Überfall" riefen. Beherzt stieg der 21-Jährige auf das Fahrrad und nahm die Verfolgung auf.
Zunächst verlor er den Tatverdächtigen im Hanseviertel aus den Augen, da dieser durch die Gärten getürmt war. Der junge Mann sprach jedoch andere Bürger an, die ebenfalls die Polizei verständigten. Kurz darauf entdeckte er den Flüchtigen, wie er in Richtung Holzweg lief.

Eine 43-jährige Zeugin beobachtete dann den Flüchtigen und verfolgte ihn kurzerhand ebenfalls. Zudem rief sie mehrmals den Notruf 110 an um den Standort des Tatverdächtigen durchzugeben. Zudem machte sie, durch lautes Rufen weitere Nachbarn auf den Mann aufmerksam. Der 34-jährige Reeser konnte schließlich mit Hilfe der Zeugen am Holzweg durch Polizeibeamte vorläufig festgenommen werden.
Laut Polizeibericht hatte er sich bereits seiner Oberbekleidung entledigt und
auch des mitgeführten Rucksacks. Dies hatten die Zeugen ebenfalls beobachtet und der Leitstelle der Polizei gemeldet. Bei der Durchsuchung des tatverdächtigen Reesers konnte das geraubte Geld sichergestellt werden.

Die Polizei lobt an dieser Stelle das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger, da sie sprichwörtlich Hand in Hand mitgearbeitet haben, so dass der Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden konnte. Sie appelliert, verdächtige Beobachtungen ohne Scheu über den kostenlosen Notruf 110 zu melden, denn die Polizei ist bei ihrer Arbeit auch auf die Bürgerinnen und Bürger angewiesen.
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 28.07.2016 | 09:59  
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