Hilfe, die Eschen sterben!

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Die kranke Eschen, wie diese an der Ardeystraße 195, müssen gefällt werden. (Foto: Foto: Grünflächenabteilung)

Stadt fällt im August 75 Eschen – Pilz lässt die Triebe absterben


Nach Auskunft der städtischen Grünflächenabteilung grassiert in Witten und Umgebung das Eschentriebsterben. Die Schäden sind an vielen Bäumen so massiv, dass sie gefällt werden müssen.

Verantwortlich dafür ist ein Pilz mit dem harmlos klingenden Namen „Falsches weißes Stengelbecherechen“, der ausschließlich Eschen – vornehmlich die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) – befällt. Er dringt über die Blattspindel zunächst ins Mark der Triebe, dann auch ins Holz ein. „Der Befall führt zum sofortigen Absterben der frischen Triebe - daher der Name“, erklärt Baumexperte Bernd Ammersilge. Die Bäume werden geschwächt, weitere Infektionen oder Baumkrankheiten sind die Folge.

Äste können spontan abbrechen


Die Ausbreitung des Pilzes im Holz (Fäulnis) ist zunächst kaum erkennbar. „Doch es muss schnell gehandelt werden, weil auch die noch belaubten Äste spontan abbrechen können“, sagt Ammersilge. Deshalb werden voraussichtlich schon im August zunächst die am stärksten befallenen Eschen gefällt. Insgesamt sind das 75 Stück. An weiteren 120 Bäumen, die vielleicht noch gerettet werden können, werden zunächst nur Totholz und befallende Triebe beseitigt. Doch es ist wohl davon auszugehen, dass spätestens im Frühjahr weitere Maßnahmen nötig sein werden.
Da die meisten befallenen Eschen an Straßen stehen, kann es bei den Arbeiten zu Verkehrsbehinderungen kommen. Wenn es dazu kommt, wird die Stadt vorher darüber informieren. Außerdem muss in der Vegetationsperiode Rücksicht auf Tiere genommen werden. Deshalb werden zunächst nur Arbeiten ausgeführt, bei denen ein weiterer Aufschub zu gefährlich wäre. Von Fall zu Fall muss auch geprüft werden, ob besondere Schutzmaßnahmen für Tiere nötig sind.
Durch die Fällungen wird sich das Stadtbild stellenweise stark verändern (z. B. an der Ardeystraße) und an der Spiel- und Grünfläche im Lutherpark. Ersatzpflanzungen sind vorgesehen, doch es kann einige Jahre dauern, bis die Lücken geschlossen sind.
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