Ausstellung über Muslime eröffnet

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Schüler des Schiller- und Ruhr-Gymnasiums informieren bis zum 27. April über die Ausstellung.

Irgendwie sieht’s hier anders aus: Besucher der Bibliothek und des Märkischen Museums an der Husemannstraße dürften sich aktuell beim Betreten des Foyers über Schautafeln, Aufsteller und Monitore, auf denen Animationsfilme laufen, wundern. Aber alles hat seine Richtigkeit. Denn die Wanderausstellung „Was glaubst du denn? Muslime in Deutschland“ ist seit wenigen Tagen in Witten zu Gast.

Sie zieht sich durch weite Teile des Erdgeschosses und ist ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung, das in Kooperation mit der städtischen Jugendförderung, der Bibliothek und zwei Wittener Gymnasien in die Ruhrstadt geholt wurde. Seit 2013 ist die Ausstellung bundesweit unterwegs, Witten ist der mittlerweile 34. Standort.
Ziele der Ausstellung sind, das sozialpolitische Bewusstsein von Schülern zu stärken und Vorurteile gegen Muslime abzubauen, da Muslime in der heutigen Zeit für viele Menschen oft untrennbar mit dem Islamismus verbunden sind und im gleichen Atemzug genannt werden. Die Ausstellung informiert über das Alltagsleben von Muslimen und zeigt auf, was mehr als 99 Prozent aller Muslime ausmacht – Dinge, die nicht in Zeitungen stehen oder im Fernsehen gezeigt werden.
Begleitet wird die Ausstellung von 28 Schülern des Ruhr- und Schiller-Gymnasiums im Alter von 15 bis 17 Jahren, die von zwei Trainern der Bundeszentrale für politische Bildung an vier Schulungstagen zu sogenannten „Peer-Guides“ ausgebildet wurden. Unter diesem Begriff versteht man eine Gruppe von Personen, die Personen gleichen Alters und Interessenlage Wissen vermitteln, was auf der Grundlage fußt, dass Jugendliche besser lernen, wenn ihnen etwas von Gleichaltrigen beigebracht wird.
Zielgruppe der Ausstellung sind vor allem Schüler ab der fünften Klasse, die mit ihren jeweiligen Klassen Führungen buchen können. Aber auch Besucher der Bibliothek und des Museums sind zum Schauen und Nachdenken eingeladen. Besucht werden kann die Ausstellung bis zum 27. April.
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