Hospizdienst besucht Rüdinghauser Grundschule

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Das Thema Sterben wurde mit Filmen, Mal- und Bastelaktionen und einer Pflanzaktion aufbereitet.

Oft machen Kinder bereits im Grundschulalter Erfahrungen mit Sterben, Tod und Trauer – sei es durch den Tod eines Verwandten oder eines Haustiers. Wie gehen Kinder damit um, wie bereitet man sie auf diese Themen vor? Diese und andere Fragen hat der Ambulante Hospizdienst Witten-Hattingen an der Rüdinghauser Grundschule erörtert.

Lehrerin Monika Brandt hat mit ihrer Klasse 4a am Projekt „Hospiz macht Schule“ teilgenommen. „In vielen Familien ist das Sterben ein Tabu-Thema. Und Schule hat den Auftrag, manche Tabu-Themen zu brechen“, erklärt sie.
An fünf Projekttagen wurden die Themen „Werden und Vergehen“, „Krankheit und Leid“, „Sterben und Tod“, „Vom Traurug-Sein“ und „Trost und Trösten“ aufgegriffen und verarbeitet. Den Kindern wurde vermittelt, dass der Tod zum Leben dazugehört, es wurde darüber gesprochen, wie sich die Kinder das vorstellen, was nach dem Tod kommt, es wurde über Ängste gesprochen. „Wir können den Kindern die Ängste nicht nehmen“, sagt Susanne Gramatke, hauptamtliche Koordinatorin des Hospizdienstes, „aber wir können dadurch, dass wir über das Thema sprechen, die Ängste mildern.“
Mit Filmen, Mal- und Bastelaktionen wurden Dinge, die mit dem Sterben in Zusammenhang stehen, aufbereitet. „Die Kinder sind offen dafür und haben selbst an diesem Thema Spaß, wenn es so vermittelt wird“, hat Monika Brandt festgestellt.
Dazu kommt eine natürliche Unbefangenheit der Kinder. „Wir haben gelernt, dass man auch traurig sein darf“, sagt die neunjährige Thalia, „und dass jeder sterben muss, weil sonst zu wenig Platz auf der Welt ist.“
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