Datteln: Neue Auen-Landschaft - Lippeverband schließt Arbeiten am Mündungsbereich des Dattelner Mühlenbachs ab

Prof. Dr. Uli Paetzel, Gerhard Odenkirchen, Sabine Brinkmann, Bodo Klimpel und André Dora (v.l.) stehen vor dem renaturierten Mündungsbereich des Dattelner Mühlenbachs.
  • Prof. Dr. Uli Paetzel, Gerhard Odenkirchen, Sabine Brinkmann, Bodo Klimpel und André Dora (v.l.) stehen vor dem renaturierten Mündungsbereich des Dattelner Mühlenbachs.
  • Foto: EGLV / Klaus Baumers
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Wo sich der Dattelner Mühlenbach bislang wie ein schwarzer Strich seinen Weg durch die Felder in Richtung Lippe gebahnt hat, ist jetzt eine ökologisch wertvolle Auen-Landschaft entstanden. Der Lippeverband schloss die Renaturierung des Mündungsbereichs Anfang des Jahres ab, die er im Rahmen des Programms "Lebendige Lippe" seit März 2018 im Auftrag des Landes NRW umgesetzt hatte.

Lippeverbands-Chef Prof. Dr. Uli Paetzel, Gerhard Odenkirchen, Abteilungsleiter im Umweltministerium NRW, Lippeverbands-Ratsvorsitzender Bodo Klimpel und Dattelns Bürgermeister André Dora trafen sich am Mündungsbereich, um die Entwicklung in Augenschein zu nehmen.
"Mit dem Programm 'Lebendige Lippe' wollen wir dem Fluss zu einem natürlichen guten Zustand zurückhelfen. Hier sieht man, wie verschiedene Uferstrukturen Flora und Fauna ein optimales Umfeld bieten", so Gerhard Odenkirchen. Das Land Nordrhein-Westfalen finanzierte als Eigentümer der Lippe die Maßnahme mit rund 2,1 Millionen Euro - wobei sich die geplanten Kosten ursprünglich auf 2,5 Millionen Euro beliefen.
"Die Lippe ist völlig verdient als ‚Flusslandschaft des Jahres 2018/2019‘ ausgezeichnet worden. Obwohl die Lippe schön wirkt, ist sie an vielen Stellen noch begradigt und mit Steinen eingefasst. Darum sind weitere Kurven im Flussverlauf nötig, die die Abflussgeschwindigkeit verringern und mittelfristig auch dem Hochwassermanagement in unserer Region dienen", erläutert Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel in seiner Funktion als Ratsvorsitzender des Lippeverbandes.

Von der Köttelbecke zur Flusslandschaft

"Bis zur Umgestaltung sah der Mündungsbereich des Mühlenbachs eher wie ein Nebenlauf der Emscher aus", erinnert Uli Paetzel. Eingezwängt in Sohlschalen aus Beton traf das Gewässer schnurgerade auf die Lippe. Vor der Einleitung in die Lippe wurde das gesamte Wasser aus dem Einzugsgebiet - inklusive der Schmutzwasseranteile im Bachlauf - in der Lippeverbands-Kläranlage Dattelner Mühlenbach gereinigt. Zukünftig durchläuft nur noch schmutziges Abwasser den Reinigungsprozess - sauberes Bach- und Oberflächenwasser fließt ab Ende 2019 ohne Umweg der Lippe zu.
"Die Renaturierung der Lippe und ihrer Nebenläufe schafft einen Mehrwert für unsere gesamte Region", findet André Dora. An der Zechenstraße arbeitet der Lippeverband aktuell noch am oberen Verlauf des insgesamt zwei Kilometer langen Dümmerbachs, der in den Mühlenbach mündet. Voraussichtlich im Herbst 2019 soll die Trennung von Abwasser und Bachwasser auch hier vollzogen sein. Dann schließt sich 2020 die ökologische Verbesserung des Bachlaufs an. "Auch, wenn jede Baustelle Aufwand mit sich bringt - final dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger auf einen sauberen Bach freuen."

Autor:

Lokalkompass Ostvest aus Datteln

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