Onlinereisebüro storniert Flug: Passagier aus dem Ruhrgebiet strandet in Griechenland

Der Stand von Airfasttickets auf einer Fachmesse. Foto: Jürgen Wolff
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Ein 30-Jähriger aus dem Kreis Recklinghausen hat über das Online-Reisebüro Airfasttickets im Rahmen einer Aktion des Groupshoppinganbieters Groupon Flüge innerhalb Griechlands gebucht: Das Onlinereisebüro hat dem Passagier Tickets per Mail gesendet und die Kreditkarte belastet: Beim Web-Check-In dann der Schock: "Die Reservierung konnte nicht gefunden werden". Airfasttickets hatte nach Angaben der Fluglinie am 12. September eigenmächtig - ohne Begründung und ohne den Ticketinhaber zu informieren - den Flug bei der Airline storniert.

Probleme mit Airfasttickets sind, wie auch das Düsseldorfer Reisemagazin Exbir.de berichtet, nichts Ungewöhnliches: So ließen sich die bei Groupon versprochenen Einsparungen von 81% in keinem von über 100 Testversuchen von Exbir.de erreichen.

Im Fall des Flugagstes aus dem Kreis - der eine Rundreise innerhalb Griechenlands unter anderem mit einem Flug von Heraklion auf Kreta nach Alexandroupolis mit Olympic Air unter Nutzung der Fluggutscheine von Groupon gebucht hatte - wurden die im Juni gebuchten Tickets am 12. September ohne konkrete Information seitens des Reisebüros storniert. Der Fluggast hatte von dem in Berlin eingetragenen Onlinereisebüro nur eine Mail in griechischer Sprache ohne jede Konkretisierung oder Buchungsnummer bekommen.

Nach der Ticketausstellung besteht ein sogenannter Fixvertrag - der entsprechend der Tarifbedingungen für beide Seiten bindend ist. Eine einseitige Stornierung der Airline, geschweige eines Reisebüros, ist nicht möglich.

Zum Zeitpunkt der grundlosen Stornierung hatte der Passagier den Hinflug bereits angetreten und befand sich in Griechenland. "Das war erst einmal absoluter Schock für mich", erzählt der 30-Jährige. "Ich bin in meinem Leben schon zigmal geflogen, so etwas habe ich noch nie erlebt, hier wird versucht, den Passagier in eine Notlage zu bringen um dann teure Tickets zu verkaufen".

Darauf wird sich der Student natürlich nicht einlassen: "Ich werde lieber mit der Fähre fahren, also dort überhaupt noch einmal was zu buchen. Meinen Rückflug aus Thessaloniki habe ich zum Glück direkt für 12€ bei einem Billigflieger gebucht. Billiger als bei jedem Reisebüro der Welt und garantiert ohne jeden Ärger."

Die Mehrkosten für die Fähre, die abgebuchten Kosten für den Gutschein und die Gebühren der Fluglinie will der 30-Jährige nun einklagen.

http://www.exbir.de

Autor:

Jürgen Wolff aus Düsseldorf

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