Glückwunsch! Mini-Crosser Jordan Glow (7): Beim ersten Rennen gab's gleich einen Pokal

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Jordan Glow ist gerade mal sieben Jahre alt. Seit Anfang des Jahres trainiert der Steppke, der in Schwelm die Klasse 2 b der Grundschule Westfalendamm besucht, bei den Moto-Crossern in Radevormwald. Jetzt hat er dort auf seiner KTM SX 50 sein erstes Rennen gefahren – und dafür gab es prompt einen Pokal. Wie sich das anfühlt? „Schön!“

14 PS hat die Maschine, mit der er auf die Kinderstrecke geht, „richtig was Gutes!“ sagt Papa Michael Glow fachmännisch, der selbst mit Motorradzubehör handelt, den Sohn aber bestimmt nicht zu dieser Sportart drängen wollte. Eigentlich hat der mal Fußball gespielt, trainiert auch Handball und schwimmt gerne – „aber dann haben wir in der Dortmunder Westfalenhalle die Hallen-Motocross-Vorführungen gesehen“, sagt der Vater. Und der Sohn ergänzt: „Da waren kleine Kinder, die schon mitfahren durfen, das wollte ich auch mal ausprobieren.“ Und das war's dann: Erst wurde bei Bekannten auf dem „Pocket Bike“ geübt, dann gab’s einen Schnupperkurs in Radevormwald, und zu Weihnachten 2009 dann das eigene Bike. Seit Anfang des Jahres trainiert Jordan jeden Samstag, wenn das Wetter und die Zeit es zulassen.

Die Schwelmer Familie lebt seit kurzem auf Königsfeld und bis zur Strecke ist es ein Katzensprung. Beim 7. Martinslauf in Radevormwald hat der Mini-Crosser am Wochenende nun den 8. Platz in der 50-er Klasse gemacht. „Da waren etliche, die schon länger fahren und öfter trainieren und trotzdem nicht viel besser abgeschnitten haben“, ist er stolz. Jetzt will er schauen, welche der Rennen in der Umgebung er noch so alle mitnehmen kann – der NRW-Cup wäre natürlich ein tolles Ziel. „Aber die Schule geht vor“, sagt der Papa streng, und der Sohn nickt ernsthaft. Schließlich sind Mathe und Kunst seine Lieblingsfächer – und Sport, natürlich.

Angst hat er am Anfang freilich auch gehabt – „wenn ich einen Berg zu langsam hochfuhr, dachte ich immer, dass ich gleich kippe.“ Klar hat Jordan sich auch schon mal hingelegt, einmal hat sogar überschlagen, inzwischen jedoch fällt er fast gar nicht mehr hin. Aber seine Eltern würden ihn auch nie auf die Piste lassen, wenn er nicht rundum richtig dick eingepackt wäre – mit Helm und Brustpanzer, Motorradstiefeln, Jacke, Rückenprotektor und Hose, alles dick gepolstert, außerdem Ellenbogenschoner und – ganz wichtig – der Nackenstütze.

Einen Nachteil hat die Sache freilich: Man schrubbt länger, als man fährt. „Meine Frau hat einen Tag lang Wäsche gewaschen“, lacht Michael Glow liebevoll, „und bis wir die Maschine und den Wagen wieder sauber hatten, das hat auch gedauert!“ Wie der Vater, so der Sohn, möchte man meinen, nur halt mit Motor: Als er so alt war wie Jordan, ist Michael Glow BMX-Rennen gefahren. Es muss einfach in der Familie liegen: Wenn Joey weitermacht, dann braucht er irgendwann eine 65-er, die nächste Größe. Und Schwester Lucy (fast 6), die momentan noch mit dem 50-Kubik-Mini-Quad den heimischen Garten unsicher macht, freut sich schon, weil sie dann endlich seine „abgelegte“ KTM erbt...

Fotos: Frank Schneidersmann

Autor:

Carmen Möller-Sendler aus Ennepetal

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