Gelebte Inklusion: Ennepetaler Behinderten-WG in Gefahr - Hoher Besuch beeindruckt

Hoher Besuch in der Vorzeige-Behinderten-WG. Foto: Frank Schneidersmann
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Sie wollten, dass ihre Kinder mit ihren ganz unterschiedlichen Behinderungen in einem familiären Umfeld selbstbestimmt leben können - mitten in der Gesellschaft, an einem zentralen Ort. Und das haben die Eltern vom Verein „Wohnen unter dem Regenbogen“ nach jahrelangem Ringen nun auch geschafft: Ihre erwachsenen, teils schwerst mehrfach behinderten Kinder wohnen seit September zusammen in einer WG, die speziell für sie in einer 200 Quadratmeter großen Wohnung der Voerder Baugenossenschaft an der Loher Straße in Ennepetal eingerichtet wurde.

Die WG läuft als intensiv ambulant betreutes Wohnen, die pflegerische und pädagogische Betreuung sind abgedeckt, Miete und Lebenshaltungskosten ebenso. Jetzt aber haben die fünf WG-Bewohner und ihre Familien ein Problem: Die ursprünglich pro Bewohner von den Eltern veranschlagten Betreuungsstunden reichen bei weitem nicht aus; sie müssen nun nachverhandeln. Derzeit wird die Lage geprüft, und die Elterninitiative hat eine klaren Standpunkt: „Unserer Meinung nach ist unser Projekt genau im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention als Vorzeigeobjekt anzusehen“, so Margit Pleuger, betroffene Mutter. „Üblicherweise würden so schwer behinderte junge Menschen in einer stationären Einrichtung untergebracht, Hier jedoch wohnen sie in einer familienähnlichen Situation inmitten eines normalen Lebensumfeldes - das ist gelebte Inklusion!“

Die Initiative, die von der Bevölkerung seit Jahren massive Hilfe erfährt wird, erhofft sich nun Unterstützung für ihr aktuelles Anliegen aus der Politik: Gestern überzeugte sich Dr. Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundessozialministerium, von der Einzigartigkeit der Ennepetaler WG: „Es ist bemerkenswert, was hier geleistet wird!“ Am 22. Mai steht erneut hoher Besuch ins Haus: Auch Hubertus Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, will die fünf jungen Leute und ihre WG kennen lernen.

Autor:

Carmen Möller-Sendler aus Ennepetal

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