Es tut sich was - hoffentlich...

Das Bürgerhaus, als es noch offen war

In seiner Sitzung vom 5.9. hat der BZA-Langenberg einige Berichte zur Kenntnis genommen und Beschlüsse gefasst. Zunächst nahm er den Bericht zum Fortschritt der Sanierung des Langenberger Gymnasiums entgegen. Die größten Teile sind zwar fertig, aber es müssen immer noch viele Dinge erledigt werden. So stehen z.B. die Toiletten oder auch die sogenannte Schottung, d.h. Abdeckung der Leitungen in den Räumen auf dem Plan. Das diese z.T. noch offen sind, stellt laut Aussage der Verwaltung keine Gefahr dar.

Zum Thema Bürgerhaus gab es die elfte Beschlussvorlage seit die Sanierung ein Thema ist, und das immerhin seit 2003. Sie sah Mehrkosten von vier Millionen Euro vor und den Wegfall der Vollgastronomie. Neben den extrem überflüssigen Mehrkosten durch die Insolvenz des Dachdeckers enstehen auch ettliche durch vorher nicht bekannte Mängel wie die der mangelnden Entwässerung. Dem Willen der Verwaltung, ganz und gar auf eine Vollgastronomie zu verzichten, mochte der Ausschuss jedoch nicht folgen. Auf Antrag der SPD beschloss er zumindest die Möglichkeit einer Einrichtung vorzusehen. Insgesamt hatte man im Ausschuss wohl die Hoffnung, dass die elfte Vorlage auch die letzte bis zur nun von der Verwaltung anvisierten Fertigstellung 2015 ist. Das ist immerhin neun Jahre nach der Schließung. Interessant dürfte der Ansatz von Herrn Dröscher, dem nun seit ein paar Monaten neu Verantwortlichen für das Bürgerhaus, sein, ab Ende Oktober Baubesichtigungen am Wochenende zu veranstalten.

Beim Thema Verlegung von Stolpersteinen, die an Opfer des Faschismus an deren ehemaligen Wohnorten errinnern sollen, sprach sich der Ausschuss mehrheitlich gegen die Stimmen der UVB dafür aus, in Zukunft nur noch die Bewohner der dahinter liegenden Häuser zu informieren, jedoch nicht mehr um Erlaubnis zu fragen. Dabei kam es zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen dem Vertreter der LINKEN (Michael Alfermann) und der UVB. Die Vertreter der UVB sahen die Verlegung von Stolpersteine auf öffentlichem Grund vor privaten Häusern ohne die Zustimmung der Besitzer der Häuser als Unzumutbar für diese an, denn diese könnten mit den Stolpersteinen „Negatives verbinden”. Dem hielt Alfermann entgegen, dass derlei Befindlichkeiten wohl kaum Maßstab sein könnten sich gegen die Errinnerung an die Verfolgten des Naziregimes zu sperren. Auch müßten die Besitzer der Häuser gar nicht gefragt werden, da es sich um öffentlichen Grund und nicht privaten handele. Auch Dezernent Wendenburg konnte das bestätigen. Nach dem Votum des BZA ist nun das Abstimmungsverhalten der Nachfolgenden Ausschüsse und des Rates abzuwarten. Wenn dieses genauso ausfallen, dürfte eine der größten Hürden für die Verlegung weitere Stolpersteine aus dem Weg geräumt sein.

Zustimmung fand auch ein Antrag der Fraktion DIE LINKE, in Zukunft die Touristeninformation auszuschildern, so dass diese auch von Auswertigen gefunden werden kann. Etwas skuril mutete dann allerdings die Diskussion um die Finanzierung der Ausschilderung an. Denn die müßte streng genommen der Betreiber der Touristinfo, die Bücherstadt, übernehmen. Das diese sich gegen die Kosten sperren könnte, mutet schon etwas absurd an, erhält sie doch Geld von der Stadt für den Betrieb der Touristinfo. Aus dem Ausschuss kam dazu weiter die Forderung, dass die Touristinformation sich auch selber am Ladenlokal ausschildern sollte.

Ein besonderes Schmankerl zum Schluss lieferte die SPD unter dem Punkt Verschiedenes. Dort monierten Mitglieder, dass nun, unter den eingeschränken Öffnungszeiten des Bürgerbüros es oft zu langen Wartezeiten für die Bürger und einer Überforderung der städtischen Mitarbeiter käme. Offensichtlich hatte man bei der SPD ganz vergessen, dass man die Einschränkung der Öffnungszeiten selber mitgetragen hatte.

Autor:

Michael Alfermann aus Essen-Ruhr

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