Verwahrlosung Langenberg Bahnhof

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Seit nunmehr fast 8 Jahren pendel ich zwischen Velbert Langenberg, meinem Wohnort und Essen Kupferdreh, meiner Arbeitstätte mit dem ÖPNV. In den letzten Jahren fällt mir immer häufiger auf, das der S-Bahn Haltepunkt Velbert Langenberg immer mehr verwahrlost. Sei es, das der Fahrstuhl nicht funktioniert oder eine generelle Grundreinigung fehlt. Im letzten Jahr habe ich mich des öfteren bei der Deutschen Bahn beschwert, das hier immer mehr Müll, Urinnal und Kot in den Aufzügen und auf dem Gelände sich befindet. Mittlerweile wurde darauf reagiert, und der Reinigungsintervall, zumindest der Mülleimer, verkürzt. Was bleibt, wäre eine, im interval, und wenn auch nur alle halbe Jahr, fortgeführte Reinigung des Glasflächen und der Grünanlagen. Mittlerweile bild sich an manchen Glasflächen der Aufzüge Schimmel. Die Auf- und Abgänge der Brücke sind teilweise bewachsen. Die Aufzugsanlage fällt in regelmäsigen Abständen aus und steht dann für Tage oder Wochen still. Mir ist aufgefallen, das über das Dach bei Regen Wasser in die Fahrgastkabine eindringt. Zufällig anwesende Handwerker am Aufzug habe ich darauf hingewiesen und man nahm es nur gelassen mit den Worten „Wissen wir schon“ hin. Allerdings hat sich an der Problematik bisher nichts geändert und es dringt immernoch Wasser in die Mechanik und Elektrik ein. Ich kann mir den Grund für das häufige Ausfallen der Aufzüge nur auf das Wassereindringen vorstellen.

Seite 2 zum Schreiben an Lukrafka/Schmitz/Kufen/Kalweit

In einem kurzen, zufälligen Gespräch mit einem direkten Hausbestizer am Bahnhof bestätigte er mir die Problematik der Verunreinigung des gesamten Entré des Bahnhofsvorfeldes mit Kot und Urin. Er sprach auch die Teilweise mehr oder weniger Drogenszene im Hinterland des Bahnhofes an. Hierbei wurde erörtert, das für den Bahnhof Langenberg eine Toilette fehlt. Es gibt zwar aber ein Dixi-Klo am Bahnhof, aber wie wir alle wissen, ist dieses nicht das non plus ultra einer Toilette. Natürlich weiß ich, das die Haushaltslage, auch der Stadt Velbert nicht gerade positiv ist. Aber wäre es hier nicht angebracht, eine Toilettenanlage, wie sie in Neviges vorhanden ist, zu installieren. Vielleicht sollte sich eine Spange zwischen Bürgerschaft, Stadt Velbert, Werbegemeinschaft und DB Bahn schaffen, um dieses Projekt zu realisieren. Ein anderer Hausbesitzer am Bahnhof hat mich angesprochen und teilte mir mit, das alle vorhandenen Anschlüsse für eine Toilettenanlage im Bereich unterhalb des Treppenabganges Bahnhof Südseite vorhanden seien, aber auf Grund der vorzugsweisen Installation der Fahrradboxen aus Budgetgründen nicht realisiert worden ist. Auch er bestätigte mir die Verschmutzung, auch auf seinem Gelände, durch Kot und Urin.

An einem Sonntagmorgen kam ich beim Bäcker mit einem Langenberger Bürger ins Gespräch. Ein älterer Mann beklagte sich darüber, das die Sitzplätze am und um den Froweinplatz sehr oft von der Trinkerszene belagert wird, mal mehr, mal weniger, je nachdem, wie weit der Monat fortgeschritten ist. Hier finden dann Mütter oder ältere Personen keinen Platz mehr und gerade im Bereich des Buswartehäuschen stinkt es je nach Wetterlage heftig nach Urin und Bier.

Da ich in dem CDU Ortsverband Kupferdreh sehr aktiv bin und auch immer wieder das Gespräch mit dem Bürger suche, höre ich immer wieder, insbesondere von Rentnern, das Langenberg mittlerweile ötfter gemieden wird u.a. auch wegen der Verschmutzung. Andere kurzfristig erreichbare Ziele sind wesentlich attraktiver und bieten den Charme, den Langenberg einmal hatte. Natürlich ist eine Altstadt, wie sie Langenberg vorzuweisen hat, eine Seltenheit im Ruhrgebiet, aber was nützt eine Altstadt, die zusehens verkommt. Leerstände von Läden, was nicht nur alleine Langenberg hat, aber gerade die Kamperstraße verkommt zusehens. Einige Gebäude verwahrlosen und stehen leer. Hier wäre bestimmt eine kurzfristige Lösung möglich, die Schaufensterfronten für Werbeflächen oder Ausstellungen zu nutzen, solange die Läden leer stehen. Der neue Radweg zwischen Langenberg und Essen

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wird zwar von vielen positiv begrüßt, aber auch Langenberg und Kupferdreh möchten ja von einem zustäzlichen Touristikverkehr partizipieren und daher sollte schon das Entré in einem möglichst sauberen Zustand sein. Desweiteren frage ich gerne auch die Bürger, woher sie nach Kupferdreh kommen. Natürlich sind die Meisten aus Kupferdreh, aber viele kommen auch aus dem Umkreis Burgaltendorf, Heisingen, Niederbonsfeld und Nierenhof und immer mehr vermehrt aus Langenberg und ich hake natürlich nach, warum man nach Kupferdreh kommt. In den meisten Fällen ist es die Vielfalt der Geschäfte, die Kupferdreh zu bieten hat. Sei es günstig, oder sei es teuer, man findet in Kupferdreh ein breites Sortiment an Waren und Dienstleistungen, die andere Vororte oder Dörfer im Umkreis nicht zu bieten haben. Wie schon Herr Lukrafka in einem Zeitungsbericht formuliert: „Langenberg ist eine Wohn- und Schlafstadt“; es wird schwer, dort gegenzulenken und ein vielleicht noch attraktive Geschäftswelt zu etablieren.
Mittlerweile arbeiten wir in Kufperdreh an der Offenlegung des Deilbaches im Bereich des neuen S Bahn Haltepunktes und den neuen Busbahnhof im Zuge „Neue Wege zum Wasser“ . In mehrere Gesprächen haben Bürger mich angesprochen, nach dem Sie die Pläne für den neuen Busbahnhof gesehen haben, ob sich nicht die CDU dafür einsetzen kann, eine Toilettenanlage an den Busbahnhof respektive Marktplatz zu bekommen, wie sie schon einmal vorhanden war. Der Bereich unter der Autobahnbrücke wird nachts zusehend als Toilettenanlage benutzt. Hierzu sollten wir, auch evtl gemeinsam mit Bürgerschaft und Werbegemeinschaft dafür kämpfen, eine Toilettenanlage zu installieren. Sicherlich wird das Entré von Kupferdreh kurzfritstig zu einem Hingucker werden, wir sollten aber nicht im Vorfeld schon die Möglichkeit herbeiführen, das dieses Projekt verschmutz und verwildert wird. Wir in Kupferdreh sind schon seit Jahren geplagt von Baustellen, Schmutz und Lärm und sind nicht gerade beglückt über die mitten im Dorf verlaufende Autobahn. Aber wir arbeiten dran, um Kupferdreh attraktiverer zu machen. Und hierbei sollte auch in Kupferdreh das Gespräch mit und zwischen der Bürgerschaft, Politik und Werbegemeinschaft gesucht werden, um Kupferdreh nicht verkommen zu lassen, wo Langenberg gerade auf den Besten weg ist, wenn da auch in Langenberg nicht eingelenkt wird.

Autor:

Thomas Hertel aus Velbert

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